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Flohschaukel Geschichten

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Auch meine geliebte Flohschaukel soll auf diesem Blog ihren Platz finden.

Alfi, eigentlich heißt das putzige Tier Kira, eine deutsche Schäferhündin von echtem österreichischen Adel. Als die hübsche Flohschaukel zu mir kam, war sie 2 Jahre alt und ein wenig vernachlässigt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Schäferhunde zählten bis zu diesem Tag nicht unbedingt zu meiner Lieblingsrasse, Ursache war ein traumatisches Kindheitserlebnis. Alfi und ich beäugten uns, sie mit einem Auge, man kennt das, ich mit zweien. Ab und an sah ich mal zu dem Hund, der sich in die äußerste Zimmerecke verkrochen hatte, und wurde das Gefühl nicht los, dass mein Zimmer schrumpfte. Nach einiger Zeit kratzte etwas an meinem Bein und ein verliebter Hundeblick sah mich an. Das war der Beginn einer tiefen innigen Liebe zwischen Mensch und Hund.

Alfi wich mir nicht von der Seite. Wo ich ging und stand, Hund kam mit. Selbst als es abends ins Bett ging, winkte sie mit ihren Ohren nach dem Motto, ich bin all schon hier. Kira, genannt Alfi, war ein wahrer Komiker. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht geglaubt, dass ein Hund sprechen kann. Ihr lacht? Lacht nur, das geht so:

Wir spielen verstecken

Wir zwei Mädels teilten uns ein Bett. Jeder Mensch, auch wenn er Hund heißt, braucht in einem neuen zu Hause ein wenig Wärme und Geborgenheit. Alfi hatte sich aufs Bett gelegt, den Kopf auf das Kopfkissen und sah mich fast zärtlich an. Wir sahen uns in die Augen, und blitzartig schoß die feuchte Zunge in mein Gesicht und schlabberte mich ab. Strafend sah ich das Tier an und schüttelte mich. Wie schuldbewusst schob sie ihren Kopf unter das Kopfkissen. Nach wenigen Minuten sah eine feuchte Nase unter dem Kissen hervor, dann kam der Kopf hinterher. Ich strubbelte sie und wollte das Licht ausmachen. Die weiche Hundepfote stupste mich, der Kopf lag auf dem Kissen. Mhhh, was soll das werden, fragte ich sie. Blitzschnell verschwand der Kopf wieder unter dem Kissen. Ich sah Alfi in die Augen und meinte, dort lesen zu können “Mach mit”. Na gut. Ich schob meinen Kopf unter das Kopfkissen, robbte bis zum Kopfkissenende und fast gleichzeitig sahen wir uns an. Ich habe noch nie vorher einen Hund mit den Augen lachen sehen.

Das Spiel wiederholte sich so vier bis fünf Mal. In einem unbedachten Moment schlabberte mich die kleine Flohschaukel wieder ab und verschwand. Dieses Spiel wurde für die kommenden Wochen unsere Einschlafzeremonie.

Flohschaukelgeschichten:

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