Hettys Gedankenwelten

Schwarze Romantik, dunkles Leben

Page: Blog – Kommentar auf “Allein”

Blogger: Es geht auch ein Leben ohne Liebe – die ich zudem noch als Hirngespinst erachte, ohne Zuneigung, ohne Falschheit. Ohne Zärtlichkeit und Zuneigung, ob gespielt oder echt. Ein bis zwei Dinge davon gibt mir das Stück Fell, alles andere ist unwichtig. Wichtig ist nur, was ich will. Sehr egoistisch gedacht, schon klar. Doch ist das so abwegig, ist das so anders als bei vielen anderen? Ist das so anders als bei Anderen, die andere ausnutzen für ihre eigenen Spielchen? Wer tut schon etwas ohne egoistische Hintergedanken?

Hetty: Ganz deutlich: Nein, ein Leben ohne romantische Gefühle ist ein sehr einsames Leben. Jeder Mensch braucht Zuwendung. Das Gefühl von Geborgenheit, Wärme und Zuneigung, auch wir. Eine liebevolle Berührung, Zärtlichkeit, ein in den Arm nehmen. Wenn die Seele Kummer hat, ist das die Medizin. Zu wissen man ist nicht allein, ist in vielen Situationen überlebenswichtig.
Die Liebe ein Hirngespinst??? Zuerst einmal sollte man Liebe definieren. Liebe ist eine starke Sympathie und Wertschätzung. Sie geht einher mit inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person, die eine zwischenmenschliche Beziehung übersteigt. Das Gefühl der Liebe kann unabhängig davon entstehen, ob es erwidert wird oder nicht. Es wird nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung zwischen Menschen, eine Geistesverwandtschaft oder aber um ein körperliches Begehren handelt. Dieses Begehren ist als körperliche Liebe eng mit der Sexualität verbunden, die nicht unbedingt ausgelebt werden muss wie bei der platonischen Liebe. Somit ist das Hirngespinst vom Tisch. Liebe hat eine soziologische, philosophische und kulturelle Definition.
Liebe ist ein reines und ehrliches Gefühl, Liebe kann man nicht spielen. Gefühle kann man nur empfinden. Liebe kommt von innen, sie ist an der Körpersprache, Augensprache sowie der Stimme für andere Menschen wahrnehmbar. Falschheit hat im Zusammenhang mit dem Begriff Liebe nichts zu suchen. Gefühle können sich zwar irren, anfangs sieht man vieles schweinchenblau und himmelrosa, doch die reine tiefe Liebe ist immer ehrlich. 

Natürlich ist auch Tierliebe eine Art von Liebe, doch sie ersetzt niemals die Liebe, die zwischen Menschen gemeint ist und empfunden wird. Tierliebe erwartet nichts. Wir geben den Tieren was wir glauben, ihnen geben zu müssen. Du hast kaum um Menschen geweint? Ganz ehrlich verehrter Blogger, ich habe in meinem Leben viel um Menschen geweint. Ich liebe meinen Hund, doch kein Tier kann ersetzen, was den Wert eines Menschen ausmacht. Das Tier spürt, unbestritten, wenn wir leiden. Es spürt Krankheiten und unsere Missstimmungen. Das machen aber Menschen die uns lieben auch. Diese Menschen leiden mit uns, und haben nur ein Bedürfnis, uns dieses Leid abzunehmen, was wir allerdings nicht zulassen. Kann das ein Tier?

Recht gebe ich Dir darin, jede zwischenmenschliche Beziehung sollte ohne Falschheit sein. Egal welcher Art Beziehung es ist, ein ehrliches Wort tut weniger weh als verlogenes Getue. Hat sich erst Vertrauen aufgebaut, fällt man von ganz oben nach ganz unten. 

Blogger: Wer tut schon was ohne egoistische Hintergedanken?

Hetty: Dazu muss man dann wieder Hintergedanken definieren. Du fragst wer? Damit schließt Du Dich in den Kreis ein. Gibst unbewusst zu, lieber Blogschreiber, dass auch Du egoistische Hintergedanken hast, wenn Du mit anderen Menschen umgehst.
Wichtig ist nur was Du willst? Ja, das ist egoistisch, damit gibst Du aber zu, dass Du selber falsche Gedanken hast im Umgang mit Menschen. Bist Du so starker Gefühle wie Liebe wirklich fähig? Zur Liebe gehört auch Rücksicht, Nachsicht, Einsicht, Weitsicht und Vorsicht. Du bist verbittert verehrter Blogger. Nicht alle Menschen verfolgen egoistische Ziele, bitte verallgemeinere nicht. Ist es für Dich so schwer vorstellbar, dass Menschen auch etwas nur für Dich tun, weil sie Dich einfach mögen oder schätzen?

RÜCKSICHT

Ich kann nicht alleine sein mit all’ den ungeklärten Fragen.
Was haben wir denn beide falsch gemacht?
Dennoch mag ich keine Menschen seh’n,
das Glück von anderen tut mir noch weh.
Warum sind wir nicht früher aufgewacht?
Wir waren wie verwöhnte Kinder;
jeder dachte immer nur an sich.

War’n wir wirklich nur vor Liebe blind oder einfach zu bequem?
Hab’n wir denn nicht gemerkt was uns noch fehlt?
Vielleicht ging alles für uns viel zu schnell.
Verband uns wirklich nur die Nacht?
Wussten wir nicht, dass der Tag genauso zählt?
Fehlte uns die Kraft uns zu vertrauen?
War es Angst vor ehrlichem Gefühl?

Rücksicht! Keiner hat das Wort gekannt und
Nachsicht, die keiner bei dem andern fand und
Vorsicht, dass nie zerbricht, was uns verband.
Einsicht! Das jeder seine Fehler hat und
Weitsicht, das Leben findet nicht nur heute statt, und
Vorsicht, dass man den andern nicht zerbricht.

Songtext © Hoffmann&Hoffmann

 

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