Hettys schwarz-blaues Café

Schwarze Romantik & Dunkles Leben

Ein bunter Strauß von Sicherheit

Das www ist ja eine feine Sache, wirklich. Es bietet allerlei Informationen, wirklich, wenn man sie zu finden versteht. Google ist eine feine Sache, wirklich, wenn es Informationen bereit hielte, die man nutzen kann. Das was im www alle gut können ist uns aushorchen. Man sagt dazu, man sei um unsere Sicherheit besorgt. Bevor man an seine E-Mails gelangt, muss man sinnlose Sicherheitsfragen beantworten. Ganz sicher ist es, jedem dahergelaufenen Anbieter seine Telefonnummer mitzuteilen. Die werden erst einmal verkauft an andere dahergelaufene Anbieter, die damit ihr Callcenter füttern, um uns dann zu nerven.

Hier klicken, da klicken, dort einen Code abrufen und dort was anderes. Sie haben eine Nachricht bekommen, kennen sie den Absender? Waren das etwa sie? Ein unbekanntes Gerät hat sich eben eingeloggt. Waren sie das? Sie Bösebold! So vergeht die Zeit mit geschnüffeltem Wahnsinn. Und ob man es glaubt oder nicht, da gibt es doch ernsthaft Leute, die an all den Quatsch auch glauben. Wie krank muss man sein zu denken, im www gäbe es Sicherheit! Der beste Schutz ist einfach nur die Anbieter zu nutzen, die weniger dumm fragen. Nur das preis zu geben, was andere wissen können. Dazu gehört zuerst einmal k e i n e wahrheitsgetreuen Angaben zu machen, beginnend beim Namen, es sei denn, es geht um ernsthafte Dinge. Ich heiße Traudl Schulze oder Max Mütze. Meine Anschrift? Hintertupfingen bei den sieben Zwergen. Das ist Betrug? Aber nicht doch, das ist Sicherheit. Adressen gehen zuerst an die GEZ, dann an irgendwelche Werbefutzis die uns anschließend volltexten.

In den Postkästen der E-Mail bekommt man regelmäßig Briefe von seiner Bank, bei der man noch nie war. Briefe von Inkasso Firmen, bei denen man Rechnungen zahlen soll von Dingen, die man nie gekauft hat, und so weiter und so fort. Wo haben die nur meine E-Mail Adresse her? Na von den besorgten Firmen, die über unsere Sicherheit wachen. Sensible Daten verkaufen ist ein boomendes Geschäft, und das schon seit Jahren. Wen interessiert unsere Sicherheit? Niemanden! Haben Sie sich schon einmal unser Datenschutzgesetz wirklich durchgelesen? Es ist das Papier nicht wert auf dem es steht, denn unsere sensiblen Daten sind nicht geschützt. Wer Name, Anschrift und Geburtsdatum eines Menschen kennt, mehr Schutz gibt es nicht, kann überall alles erfahren. Man muss es nur mit Selbstverständlichkeit rüber bringen.

Schauen Sie einmal auf die Uhr, wie viel Zeit Sie mit all diesem unnützen Geklicke vertun. Ich habe unlängst 15 Minuten damit vertrödelt, in meinen E-Mail Account zu kommen. Sicherheitsabfrage 1 – Hinterlegen sie ihre Telefonnummer. Bin ich des Wahnsinns? Nö, will ich nicht. Bockiges Ding du, dann gib eine alternative E-Mail an. Nö, will ich auch nicht. Musste aber, etwas Futter brauchen wir schon. Nerviger Quälgeist. Wir haben ihnen eine E-Mail gesendet, klicken sie auf den Link. Schön, wenn es dann muss. Nun wiederholt sich der Spass 3-4 Mal. Noch grausamer wird es, wenn man irgendwelche Buchstaben oder Bilder erkennen soll. Nach dem fünften falsch, das eigentlich richtig war, darf man dann zugreifen.

Ein bunter Strauss von elendem Generve, sinnlos, hirnlos und Zeitverschwendung.

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