Hettys blaues Café

Schwarzromantik und dunkles Leben

Page: Selfpublishing und Lektorat

TextwerkstattSelfpublishing ist zur großen Freiheit all derer geworden, die meinen sich mitteilen zu müssen. Es wird viel geschrieben in Deutschland. Bedauerlich ist nur, dass sich der überwiegende Teil der Autoren nicht mit der Stilistik beschäftigt. Über Rechtschreibung und Grammatik mag man gar nicht erst reden.

Sprache ist mehr als nur sprechen oder schreiben. Wer für andere schreibt muss auch dafür sorgen, dass die Sprache sauber und gepflegt ist. In vielen selbst verlegten Büchern zeigen sich die Mängel des Autors im Umgang mit der Sprache. Wer schreibt, möchte etwas sagen, etwas ausdrücken. Viele Autoren sind sehr wortarm, mir sei verziehen, und ungepflegt im Ausdruck. Worte wie Scheiße und ähnliche Kraftausdrücke haben in öffentlichen Texten keinen Platz. Bringen wir doch schon unseren Kindern bei, dass das Pfui-Wörter sind.

Gerade für Selfpublisher Autoren sollte es zu einem Selbstverständnis werden, ihre Texte beurteilen zu lassen. Kein Mensch wird als Autor geboren, man muss sich jedoch viel mit Sprache beschäftigen, um ein guter Autor zu werden. Es gibt viele gute Texte, die ein hohes Potenzial haben. Durch die schlechte und wortarme Sprache werden diese optimalen Ansätze zu einem Nichts.

Oft beklagen sich Autoren, dass Verlage ihre Manuskripte ablehnen. Für mich ist das vielfach keine Klage wert. Das eigene Erleben ist für den überwiegenden Teil der Leser unrelevant. Jeder Mensch hat sein eigenes Leid, er braucht nicht noch das meist langweilige Leben der anderen. Wer wirklich etwas zu sagen hat, das spannend an den Lektor bringen kann, der hat gute Chancen. Es ist fantastisch, wie viele Bücher bei Book Rix angeboten werden. Den überwiegenden Teil möchte man jedoch nicht lesen. Hinter guten Titeln verbergen sich meist so schlechte Texte, dass man sich freut, dafür kein Geld ausgegeben zu haben. Die Beurteilung durch einen Lektor würde hier absolut helfen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Autoren die eigenen Fehler gerne überlesen.

Mit einem Lektor zu arbeiten lehnen viele Autoren ab. Sie haben Angst, dass der Lektor zu viel herum streicht und verändert. Das ist jedoch kein böser Wille. Der Lektor hat die Aufgabe, Texte besser lesbar zu machen. Er übernimmt die Rolle des Lesers. Was der Lektor mit geschultem Auge erkennt, wird auch der Leser später nicht anders bewerten. Jeder, die Selfpublisher wie auch der Verlag, möchten mit den Veröffentlichungen Geld verdienen. Die Herstellung eines Buches kostet immer Geld. Der Autor hat seinen Aufwand, der Verlag hat seine Kosten. Diese Ausgaben sollten durch die Einnahmen ausgeglichen werden. Verlage finanzieren den Autor im Vorschußverfahren. Sie haben Kosten für das Marketing, das Papier usw. Ein Buch das im Schredder landet ist kein Erfolg, es sind Verluste.

Auch der Selfpublisher hat Aufwand. Auch er hat das Bestreben, Geld mit seinem Buch zu verdienen. Niemand schreibt, nur weil er denkt etwas zu sagen zu haben.

Jeder der an eine Veröffentlichung denkt, sollte seine Texte beurteilen und lektorieren lassen. Es ist nicht kostenlos, aber wirkungsvoll. Ein gutes Buch beginnt bei der Sprache.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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