Schwarze Romantik

Hettys dunkles Blog

Mann muss Mann bleiben

Mann muss Mann bleiben

Es ist nun schon wieder fast 4 Jahre her, dass der Aufschrei durch die Modewelt ging über Armanis und Dolces Feststellung, homosexuelle Männer sollten sich weniger schwul kleiden. Es folgte der Aufstand der Geschlagenen. Mit der folgenschweren Feststellung ist eine andere Frage verbunden: Wann ist ein Mann ein Mann?

Trotz aller Toleranz, ich kann den beiden Herren nicht wirklich widersprechen. Hinsichtlich der Farben ist es schon lange gesellschaftsfähig, dass Männer auch rot tragen. Warum auch nicht? Es muss ja nicht himmelrosa sein. Rote Jeans, rote T-Shirts, rote Hemden, rote Schuhe, absolut schick. Aber allzu schwul muss es dann doch nicht sein. Wenig Verständnis hat Armani, der selbst einen dezenten Kleidungsstil bevorzugt, für Homosexuelle, die sich über ihre Kleidung definieren. Ein homosexueller Mann, so Armani, ist zu 100 Prozent immer noch ein Mann. Er muss sich nicht homosexuell kleiden. So sehen es viele Frauen auch. Gegenüber all zu schrillen Paradiesvögeln geht meist auch die Achtung verloren.

In unserer heutigen Zeit ist vieles lockerer geworden. Da machen Frauen oft das, was in den letzten Jahrhunderten Männern vorbehalten war. Sie machen nicht nur den ersten Schritt auf den Mann zu, sondern auch die Heiratsanträge. Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten. Ein Mann, der es nicht auf die Reihe bekommt einer Frau ehrlich zu sagen wie er zu ihr steht, hat den Titel Mann kaum verdient.

Was erwarten jedoch Partner, und nicht nur heterosexuelle, von einem Mann? Einer muss in einer Beziehung immer mit beiden Beiden im Leben stehen. Die Frau erwartet, die Geschlechterrollen sind noch nicht ganz neu konzipiert, dass dies der männliche Partner ist. Ist die Frau zu Hause, dann erwartet der Mann, dass sie es tut, korrekt. Der Mann hat historisch gesehen, eine Beschützerfunktion gegenüber seinem Clan. Aufgrund der Konstitution hat er auch mehr körperliche Kraft als die Frau. Dass er mehr Hirn im Schädel hat, muss nicht zwingend sein, denn auch die Könige im 1. Jahrtausend nach Christi waren oft Analphabeten.  😉

Bleiben wir bei der Mode und Körperpflege. Da Frauen in jüngeren Jahren von der Kosmetikindustrie eingetrichtert bekommen, sie müssen daher rennen wie die Nacktschnecken, sollen das dann Männer auch. Ein gepflegtes Gesicht ist eine Frage der Achtung gegenüber seinen Mitmenschen, doch rasierte Achseln, rasierte Wadeln, rasierte Brust-, und Schambehaarung muss nicht wirklich sein. Der Schöpfer hat sich dabei schon was gedacht. Von Schweiß durchtränkte Achseln bei heller Kleidung sind nicht schick, doch die kommen in erster Linie durch enthaarte Achseln. Irgendwo muss das Wasser ja hin.

So wie viele Frauen gerne das falsche Parfüm benutzen, zu schwer, nicht zum Typ und Alter passend, bekommen Männer das ebenso aufgedrängt. Hier geht es beidseits darum, sich riechen zu können. Die einen lieben Moschus und Opiumduftnoten, andere fühlen sich davon erschlagen. Fakt bleibt dennoch, eine dezent riechende Männerhaut ist wesentlich erotischer, als wenn der Knoblauch aus allen Poren dünstet. Was viele Menschen nicht wissen, auch die Ernährung bestimmt den Körpergeruch. Wer viel Alkohol trinkt und Kohlenhydrate konsumiert stinkt. Wer das Pensum drastisch reduziert, hat einen frischen blumigen Körpergeruch, eine gesündere Haut und kaum Schweißabsonderungen. Auch Augenringe und Tränensäcke werden mit von der Ernährung verursacht.

Letztlich ist damit auch die Persönlichkeit gemeint, damit schließt sich der Kreis. So wie sich Frauen oft sexuell sehr einladend kleiden, und damit ihr Selbstbewusstsein zeigen wollen, sollten auch Männer mehr auf ihre Kleidung und Körperhaltung achten. Nicht nur im Berufsleben, auch privat. Beobachtet man Männer auf der Straße, überkommt einen oft das Grausen. Nach vorne hängende Schultern, üppiger Bauch über dem Gürtel, dem das knappe T-Shirt viel Frischluft lässt. Der Gang ähnelt mehr einem trägen latschen. Insgesamt ungepflegt. Auch nicht alle Wadeln sehen in wadenfrei erhebend aus.

Homosexuelle Menschen bevorzugen gerne das andere Extrem, Armani hatte doch recht.

Ein Mann, ob gleichgeschlechtlich orientiert oder hetero, sollte in erster Linie mal ein Mann bleiben, zu sich als Mann stehen und Persönlichkeit zeigen. Gute Umgangsformen eingeschlossen. Kettchen, Ringe, Ohrring sind generell gesellschaftsfähig geworden. Ich persönlich finde das sogar schick, wenn sonst alles passt, und er nicht wie ein Zuhälter oder Schläger aussieht.

Frau erwartet aber noch etwas. Viele Männer vermeiden gerne Auseinandersetzungen, oder das was sie dafür halten. Sie entledigen sich der zwischenmenschlichen Kontroversen, indem sie vermeintlich über den Dingen stehen, oft reicht jedoch die Körperhöhe dafür nicht aus. Der Starke stellt sich, der Feige flieht. Der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten ist immer die Gerade. Es würde weniger Zoff zwischen den Menschen geben, wenn auch Männer ins reale Leben hinabsteigen, und die Verständigung mit dem Partner suchen. Jeder Nachdenkprozess sollte mit den berühmten W-Wörtern beginnen.

Männer, bitte bleibt Männer. So wollen wir Euch, egal mit wem ihr im Bett liegt. Optisch und in Eurer Ausstrahlung. Bleibt wer Ihr seid. Eure kleinen Macken verzeihen wir Euch, wenn wir uns ansonsten sicher und geborgen fühlen.

 

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