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Schwarzromantik und dunkles Leben

Page: Okkultismus und Dämonen

Teufel & Dämonen, Esoterik, Okkultismus und Satanismus sind Mythologien, die die Menschen schon weit vor dem Christentum beschäftigten. Alles nicht rational erklärbare wurde irgendjemandem in die Schuhe geschoben.

Okkultismus

Occultus bedeutet verborgen, verdeckt, geheim. Der Begriff Okkultismus ist in etwa gleichbedeutend mit esoterisch, paranormal, mystisch oder übersinnlich. Mit Hilfe von geheimen Lehren und Handlungen versucht man übersinnliche Kräfte zu gebrauchen. Das Adjektiv okkult wurde schon im Mittelalter gebraucht. Im Rahmen  der aristotelischen Naturphilosophie unterschied man damals wahrnehmbare Qualitäten der Dinge wie Farbe oder Geschmack von nicht wahrnehmbaren okkulten Qualitäten wie dem Magnetismus, den Einflüssen der Sterne (im Sinne der Astrologie) und den Heilkräften verschiedener Substanzen, die nur indirekt über ihre Effekte erfahrbar sind. Die mittelalterliche Scholastik war der Meinung, dass die okkulten Qualitäten im Unterschied zu den direkt wahrnehmbaren nicht Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen sein können. Als die Naturwissenschaft im 17. Jahrhundert begann, auch Erscheinungen wie den Magnetismus zu untersuchen, erhielt die Rede von okkulten Qualitäten eine abwertende Bedeutung, da sie im Zusammenhang mit der scholastischen Ansicht der Unerforschbarkeit gesehen wurde. Der esoterische Okkultismus befasst sich mit „Geheimwissen“, das nur „Eingeweihten“ zugänglich sei.

Die Wurzeln des Okkultismus lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen. Als moderner Okkultismus wurde er in Frankreich durch Zusammenstellungen wissenschaftlicher oder literarischer Arbeit zusammengeschrieben. Weitere bedeutende Vertreter des französischen Okkultismus waren PapusStanislas de Guaita und Joséphin Péladan. In Deutschland Carl du Prel und Franz Hartmann. Die okkulten Bücher des 19. Jahrhunderts wirkten wie mißverstandener Abklatsch älterer Werke.

Aus der Beschäftigung mit dem Spiritismus ging die 1875 unter der Leitung von Henry Steel Olcott und Helena Petrovna Blavatsky in New York gegründete Theosophische Gesellschaft (Theosophie= göttliche Weisheit) hervor, zu deren Zielen die Erforschung okkulter Phänomene und Kräfte sowie vergleichende Studien der Religionen, der Philosophien und der Naturwissenschaft gehören, um darin verborgene „Wahrheiten“ aufzudecken. In den folgenden Jahren entwickelte Blavatsky eine synkretistische esoterische Lehre, die moderne Theosophie, welche eine Einweihung in okkulte Geheimnisse verspricht und Elemente der Gnosis, der Hermetik und anderer Traditionen der westlichen Esoterik mit solchen östlicher Religionen verbindet. Sie fand begeisterte Anhänger in den Vereinigten Staaten, in Europa und in Indien, wo die Theosophische Gesellschaft zeitweilig ihren Hauptsitz hatte.

Sitz der Theosophischen Gesellschaft Deutschland e.V. ist Frankfurt/Main.

Begriffserklärungen:

  • Aberglaube ist die Vorstellung, dass gewisse Ereignisse (eine schwarze Katze den Weg kreuzt), Handlungen (unter einer Leiter durchgehen) oder Symbole (die Zahl 13) Glück oder Unglück bedeuten.
  • Astrologie versucht wie die Wahrsagerei die Zukunft vorher zu sagen. Sie stützt sich dabei auf die Sterne.
  • Heiler sind der geheimen Kunst mächtig, Verletzungen zu heilen und die unterschiedlichsten Krankheiten verschwinden zu lassen.
  • Magie ist eine Kunst, die durch verschiedene Rituale und Praktiken den normalen Lauf der Dinge verändern will. Sie versucht sich, die Geister günstig zu stimmen, um von ihnen das zu erreichen, was man wünscht.
  • Satanismus ist eine extreme Form des Okkultismus. Satanisten verehren den Teufel als Gott.
  • Spiritismus ist der Glaube an die Existenz der Geister von Verstorbenen und an die Möglichkeit mit ihnen durch verschiedene Methoden zu kommunizieren.
  • Wahrsagerei ist die Kunst, die Zukunft vorher zu sagen.
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