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Schwarzromantik und dunkles Leben

Page: Religion der Kelten

Glaubensgrundlage

keltische religionMystik und Religion der Kelten scheinen auf den ersten Blick durcheinander zu sein. Zunächst muss man eine  Trennung zwischen Glaube und Religion der Kelten vornehmen. Die Kelten lebten in ihren Siedlungsgebieten als Bauernvolk, über dem eine adlige Führungsschicht herrschte. Der überwiegende Teil der Bauern siedelte auf einfachen Höfen und in Dörfern. Man lebte in Blockhütten und Pfahlbauten. Die Wände der fensterlosen Pfahlbauten bestanden aus lehmbetrichenem Flechtwerk. Die Kelten bauten keine Steinhäuser. Die Dächer ihrer Holzbauten waren mit Stroh, Schilf oder Baumrinde gedeckt. Der Estrich bestand aus gestampftem Lehm.
Die Kelten aßen viel Fleisch, wenig Brot. Gegessen wurden zusammen in großen Runden. Sie hatten Schüsseln, verwendeten ein kleines Messer zum hilfsweise zeerteilen der Nahrung, ansonsten rissen sie das Fleisch mit den Zähnen vom Ganzen wie Tiere. Das Getränk der Reichen war Wein, dass der unteren Schichten Weizenbier mit Honig.

Der Glaube war bei den Kelten das Wissen um die Natur und ihre Beziehung zu jedem einzelnen Kelten. Das Triskele symbolisierte die Entstehung und ständige In Bewegung sein des Universums. Es bestand aus drei Spiralen, die Wasser, Luft und Erde darstellten. Andere Deutungen sprechen von Wasser, Feuer und Erde. Manche sehen in diesen Triskelen ein Windrad oder Wasserrad. Es soll die Elemente Himmel, Wasser, Erde oder die sich bewegenden Elemente Wasser, Feuer, Luft symbolisieren. Abstrahiert auf die Zahl Drei bezogen, kann es zu vielfältigsten Deutungen anregen.

Es sollte das Entstehen, das Sein und Vergehen, verkörpern. Das Triskele ist das Zeichen der “Großen Mutter”, der Natur. Es war daher wichtig für den einzelnen Kelten, diesem Lauf zu folgen, seinen Platz innerhalb des Gesamten einzunehmen. Auf der Basis dieses Glaubens verfolgte also jeder seine eigenen Ziele. Da er sich, wie alle anderen, an die Gesetze der Natur zu halten hatte, nahm er den Platz ein, den die Natur bestimmt hat, und an dem er Schutz bekam.
Daraus erklärt sich auch der Keltische Schicksalsbegriff. Auf der Individualität des Einzelnen baute sich die kollektive Gesellschaft auf. Mit diesen Voraussetzungen brauchte man keine religiöse Organisationstruktur im Sinne einer “Kirche”. Jeder praktizierte seinen Glauben. Der Glaube im keltischen Sinn war die Lebensführung an sich.

Religion der Kelten

Innerhalb der Natur gab es Kräfte, die als etwas besonders angesehen wurden, wie Blitz, Feuer, Klang, Heilung usw. Um mit solchen Kräften umzugehen,brauchten sie Namen, die ihnen von den Hütern der Gesetze, den Druiden, gegeben wurden. Sie sind nun Hüter, Rächer, Helfer, Führer. Aus ihnen setzt sich die Religion zusammen. Diese Kräfte waren eigenständige Wesen, Teile der Natur. Sie handelten eigenständig in deren Rahmen, wie der Mensch selbst. Jene Regeln zu kennen und auszuführen, um mit ihnen zu kommunizieren, sie um Hilfe zu bitten oder gar ihnen zu befehlen, kannten einzig und allein die Priester.

Zu den Priestern der Kelten gehörten die Druiden. Sie waren eine geistige und religiöse Oberschicht, die die kultischen Handlungen vollzog. Ein Druide war ein „besonders weit Sehender“ oder „besonders viel Wissender“. Eine wissenschaftlichere Deutung ist „Eichenkundiger“. Nach Maximos von Tyros, einem griechischen Philosophen, sahen die Kelten in der Eiche ein Symbol des Himmelsgottes. Nach Gaius Iulius Caesar waren die Druiden Angehörige der Adelsschicht, die sich dem Studium der Philosophie und Religion widmeten. Neben den Vates waren sie für den Opferdienst zuständig, und wie diese übten sie mantisches Brauchtum aus. Zusätzlich waren sie aber auch Intellektuelle und galten als Philosophen, Astrologen, Rechtsgelehrte, Heilkundige und Magier.  Die Druiden gab es eigentlich nur in Gallien, wo sie neben den Barden und Vates nur eine von drei herausgehobenen Kasten waren. In der gallischen Gesellschaft waren sie zu Beginn der römischen Invasion schon fast bedeutungslos.

Druiden und keltische Religion ist geschichtlich nicht belegt. Es gibt zwar sehr geschönte Aufzeichnungen, doch diese sind eher eine Verdunkelung als eine Dämmerung. Archäologische Funde belegen nicht viel wirklich eindeutig.

Nekromantie und Traumdeutung

religion_der_keltenTotenbeschwörung [Nekromantie] und Traumdeutung werden in wenigen Hinweisen bezeugt. Nikandros aus Kolophon, griechischer Arzt, Grammatiker und Dichter, erwähnt den keltischen Brauch, an Gräbern zu nächtigen um von den Verstorbenen Zukunftsdeutungen zu erhalten. In den inselkeltischen Sagen berichten von wieder auferstandenen Heroen, wie Fergus mac Róich in der Táin Bó Cuailnge (der „Rinderraub von Cooley“), oder mehrere Helden in Acallam na Senórach (der „Erzählung der Alten“). Hierbei handelt es sich um Berichte von mythischen „Zeitzeugen“. Eine solcher Traumoffenbarungen wird durch Iustinus nach Pompeius Trogus überliefert: Der Keltenfürst Catumarandus habe die Belagerung Massilias (Marseille) wegen eines Traumes abgebrochen. Ihm war eine Göttin erschienen  und habe ihn vor der Fortführung gewarnt. Die Göttin in seinem Traum ähnelte dem Bildnis der Athene.

Zu den Aufgaben der Druiden gehörte auch, den Kelten die Zukunft vorher zu sagen.

 

 

Heilige Feste

Aus den belegten vier irisch-keltischen Hauptfesten

  • „Samhain“,[1.November]
  • „Imbolg“, [1.Februar]
  • „Beltane“ [1.Mai]
  • „Lughnasadh“ [1.August]

und den Interpretationen des „Kalenders von Coligny“ entwickelte sich das esoterische System des keltischen Jahreskreises, des keltischen Baumhoroskopes und des Baumkalenders.

Die Liste der Gottheiten ist lang und unübersichtlich, zeigt aber, wie weit sich die Kelten ausgebreitet hatten. Wieder aufgelegt in der heutigen Zeit wurden das Druiden-Tarot. Eine ebenfalls moderne Erfindung ist das Coelbren. 🙂

 

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