Hettys blaues Café

Schwarzromantik und dunkles Leben

Page: Religionen, heute und gestern

Nach dem Religionswissenschaftler Peter Antes werden mit Religion „… alle Vorstellungen, Einstellungen und Handlungen gegenüber jener Wirklichkeit verstanden, die Menschen als Mächte oder Macht, als Geister oder auch Dämonen, als Götter oder Gott, als das Heilige oder Absolute oder schließlich auch nur als Transzendenz annehmen und benennen.“

Für Religion gibt es keine feststehende Definition. Religion geht, so eine Auffassung der Religionswissenschaft, auf das lateinische Wort religio zurück, unter dem Bedenken, Zweifel, Besorgnis, Gewissensskrupel,
Gewissenhaftigkeit, Religiosität, Gottesfurcht, Frömmigkeit, Gottesdienst, heilige Orte bis zu  Aberglaube verstanden wurden.  Viele der auch heute noch praktizierten Religionen haben ihre Wurzeln in vorgeschichtlicher Zeit. Andere frühe Religionen sind heute schwer fassbar, da Überlieferungen fehlen, die das Verständnis erschweren. Ausgestorbene Kulturen haben ihr Wissen mitgenommen.  Archäologische Funde sind daher teilweise nicht möglich zuzuordnen.

Im Gegensatz zu den mittelalterlichen Gesellschaften, in denen das gesamte Leben unter der Autorität der Religion stand, verlor sie in der Neuzeit zunehmend an Machtfülle. Die Trennung von Kirche und Staat, Säkularisierung genannt, nahm der Kirche die Macht. In der Zeit der Aufklärung und dem damit verbundenen ökonomischen, sozialen, kulturellen Wandel, veränderte sich auch die Religion.

In der deutschen Religionsgeschichte betonte vor allem die Romantik  die innere Haltung des Gläubigen. Der protestantische Theologe Friedrich Schleiermacher schrieb in seiner Schrift Über die Religion 1799: „Religion ist nicht Metaphysik und Moral, sondern Anschauen und Gefühl.“

Welche ist die älteste Religion? Diese Frage kann niemand konkret beantworten. Das Christen- und Judentum kann es schwerlich sein, denn diese wurden erst mit Jesus eingeführt. Aber auch unsere Vorzivilisationen kannten Religion. Trotz der starken Zentralisierung des pharaonischen Staates, Ägypten, gab es im ganzen Land regionale und lokale Kulte. In den Provinzstädten waren Stadtgötter dominant, die für die jeweilige Bevölkerung jeweils als „höchster aller Götter“ angesehen wurden und für die regionale Identität der Bevölkerung wichtig waren. Diese Stadtgötter spielten teilweise auf der Ebene des Gesamtreiches nur eine untergeordnete Rolle. Im Zuge einer Verlegung der königlichen Residenz konnte der örtliche Stadtgott der neuen Residenz landesweite Bedeutung erlangen. So verdankt der thebanische Gott Amun seinen Aufstieg zum Reichsgott der Verlegung der Residenz nach Theben. Eine vergleichbare Bedeutung hatte jedoch Ptah, Lokalgott der alten Residenz Memphis, nicht erlangen können. Einige Ortschaften erreichten wiederum nur durch die landesweite Bedeutung ihres Stadtgottes eine herausragende Stellung, so Heliopolis als Stadt des Re und Abydos als Stadt des Osiris.

In unserer Zeit dienen die alten Religionen und Mythen in erster Linie als Quelle für die verschiedensten literarischen Genre. Sie sind wie geschaffen für Krimis, Thriller, Schauergeschichten und Verschwörungstheorien.

 

Religionen:

  1. Religion der Kelten
Views All Time
Views All Time
170
Views Today
Views Today
4

Leave a Reply

Bookshelf 2.0 developed by revood.com

 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen