Hettys blaues Café

Schwarzromantik und dunkles Leben

Schmerzliche Erfahrungen

Es gibt einen Abschnitt in meinem Leben, über den ich nicht gerne spreche, der mich jedoch geprägt hat. Es waren schmerzliche Erfahrungen.

Im Leben einer Frau spielt immer die erste große Liebe eine besondere Rolle. Sie bestimmt das weitere Verhalten Männern im Allgemeinen und Besonderen gegenüber. Wie so oft, lernte ich den netten jungen Mann im August kennen. Wir fühlten vom ersten Moment an eine besondere Anziehungskraft. Im September hatte ich mein Studium begonnen. Wir schrieben uns, telefonierten viel und trafen uns alle 14 Tage mit anderen Freunden. Er war sehr aufmerksam und gab mir das Gefühl, ein echter guter Freund zu sein. Ich war verliebt, und stellte nichts in Frage. Ich war jung und dumm.

Sylvester, unter dem Feuerwerk und Mystelzweig, gestand er mir, dass er schwul sei. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich, was es bedeutet. Alle unsere Freunde fingen mich auf. Sie bemühten sich sehr, dass ich den Schock gut verkraftete. Will hörte meinem inneren Kampf stundenlang geduldig zu. Nachdem ich mich durch dutzende Stapel Bücher gelesen hatte, nahm sich P die Zeit, und erklärte mir die Welt der Homosexualität. Nachdem Verständnis hergestellt war, versuchte ich, damit umzugehen. P war sehr rücksichtsvoll zu mir, ließ es mich kaum spüren, welchen Stellenwert eine Frau in der Welt der Homosexualität wirklich hatte. Unsere emotional ungleiche Freundschaft hält bis heute, und hat mich vor vielen Enttäuschungen bewahrt. Aber vor allem konnte sie mich nicht bewahren.

Will hatte verstanden, dass unsere Freundschaft nie zu mehr werden würde. Er fand ein Mädchen, dass mir glich wie ein Ei dem anderen. Diese Erkenntnis traf sie im ersten Moment, doch wir sind gute Freundinnen geworden und ich habe 3 Patenkinder bekommen.  Eine der wenigen Ehen in meinem Umfeld, die wohl auch die goldene Hochzeit erleben wird.

Einmal in die Welt der Homosexualität eingetaucht, konnte ich sie lange nicht verlassen. Ja, ich gebe es zu, ich habe mein ganzes Leben so eine besondere Neigung zu Männern behalten, die weich und smart waren. Lernt man einen Menschen kennen, fragt man nicht, an welchem Ufer der sexuellen Neigungen er steht. Man fühlt es, oder eben nicht. Ich habe nicht sehr viel übrig für den Typ, der seine Neigung vor sich her trägt. Der unbedingt die ganze Welt mit seiner homosexuellen Seite bis zur Peinlichkeit nerven muss. Auch wenn es für viele Schwule ein krasser Aufreger war als Armani sagte, ein Mann muss ein Mann bleiben, so stehe ich dahinter. Noch sind die Menschen nicht tolerant genug.

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