Hettys blaues Café

Schwarzromantik und dunkles Leben

Page: Schwarze Romantik Kurzgeschichten

Marcel Grasnick, Kurzgeschichten

Schwarze Romantik ist zu einem Inbegriff des dunklen Lebens geworden. Die Epoche der Romantik ist vorbei, doch die ›Schwarze Romantik‹ noch lange nicht dahin. In vielen von uns leben düstere Gedanken. Es gibt Zeiten, die sind schwer von Melancholie geprägt. Viele Erlebnisse im Leben werden von depressiven Phasen begleitet. Ganz egal ob unsere Grundstimmung dunkel oder hell ist, wir, die wir schreiben, schreiben gerne. Wir sind fast perfekt oder lernen erst, uns mit Worten auszudrücken.

Diese Seite ist all denen gewidmet, die ihren dunklen Weg schreiben und dabei herrlich schaurig sind, romantisch schaurig oder fantasievoll schaurig schön. Ich beginne die Seite mit dem Autor Marcel Grasnick. Er  versteht es schaurige Enden zu erschaffen und hat tolle Aufhänger für seine Geschichten.

Danke für die Erlaubnis von Marcel Grasnick, seine Texte hier zu veröffent lichen. Titel sind bei Amazon erhältlich.

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Marcel Grasnick Kurzgeschichten

Aus der Ruhe in den Lärm. Das ist eine kurze Beschreibung für den kleinen Schritt aus der Haustür hinaus auf die Straße. Natürlich eine Hauptstraße, eine stark befahrene Hauptstraße. Ein kleiner Schritt für einen einfachen Menschen. Und doch ist es ein Schritt aus einer Welt in eine andere. Aber als ein Mensch der in einer Großstadt erzeugt, gezeugt und bezeugt wurde, sowie in einer eben solchen aufgewachsen ist, eher verwachsen, ist das schon eine Sache der Gewohnheit. Viel Lärm um nichts und alles nur, weil die Menschen in ihrer Bequemlichkeit ihr Auto nicht stehen lassen können.

Ok, bequem bin ich ja auch. Es könnte durchaus auch als faul bezeichnet werden, wären da nicht ein paar Prinzipien, die ich mir als Großstädter zu eigen gemacht habe. Niemals ein Auto. Wozu auch, mir bietet jede Großstadt ein hervorragendes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Dass dieses Prinzip mir einmal das Leben retten sollte, hätte ich zu dem Zeitpunkt nie geahnt.

* * * *

So führt mich mein Weg zur nächst gelegenen U-Bahn-Station, um mich zu meiner heutigen gesellschaftlichen Verpflichtung zu bringen. Besuch bei Freunden ist angesagt, so wie wahrscheinlich bei vielen anderen auch. Doch für mich ist es eben eine Verpflichtung und das wissen meine Freunde auch. Während ich in meinen allgemeinen wirren Gedanken versunken durch den Abend stolpere, werde ich das beklemmende Gefühl nicht los, mich noch einmal umdrehen zu müssen, noch einen letzten Blick auf mein Zuhause der letzten Jahre zu werfen. Warum auch immer, ich weiß es nicht. Gut, es lenkt mich ab von meinen Gedanken, von der Grübelei über das Liebesleben der Pflastersteine, aber dennoch. Irritiert setze ich meinen Weg fort, hin zu dem Tempel der Virenverbreitung, auch allgemein als Bahnhof bezeichnet.

Auf der Straße begegnet mir nur der alltägliche Wahnsinn. Das übliche Gewusel von Individuen, die in alle Richtungen streben. Wie in einem Ameisenhaufen streben alle Menschen ihren verschiedenen Zielen zu, auch ich setze meinen Weg fort. Ein paar Gedankensprünge später erreiche ich dann schließlich auch mein erstes zwischen-Ziel, die U-Bahn-Station die ich ständig nutze, ständig nutzen muss. Nichts ist anders als sonst, abgesehen davon, dass 2 Polizisten hektisch miteinander diskutieren. Doch was soll mich das kümmern, ist daran doch nichts Außergewöhnliches. Nichts von Bedeutung. Vorerst.

Gleich einem langen Wurm schiebt sich die U-Bahn langsam aus dem Tunnel. Die Assoziation gefällt mir. Wie ein Regenwurm, der sich durch die Erde gräbt und an einem Knotenpunkt ankommt. Die Bremsen quietschen leicht, die Türen öffnen sich und heraus strömt eine Horde Menschen. Doch diesmal ist wirklich etwas anders. Sie sehen verängstigt aus, einige diskutieren miteinander, andere hetzen auf das andere Gleis. Doch mich kümmert das nicht, der normale menschliche Wahnsinn prallt an mir ab. Was habe ich mit den anderen zu schaffen? Nichts, also tangiert mich auch nicht das heutige, allerdings etwas außergewöhnliche, Gewusel.
So stolpere ich wir jeden Tag in die Bahn und freue mich darüber, endlich mal einen Sitzplatz, so ein Mini-Abteil, nur für mich allein zu haben. Meine langen Beine und Füsse auszustrecken, welch eine Wonne. Ein wenig Bequemlichkeit vor dem zu erwartenden stressigen Arbeitstag. Von fern meine ich eine Sirene zu vernehmen, doch dank der Kopfhörer und der darin laufenden Musik ist es nur eine vage Erscheinung, die in meinen Gedanken schnell wieder verblasst.

Und so schiebt sich der U-Bahn-Wurm langsam in den nächsten Tunnel, diesmal mit mir in seinen Eingeweiden. Wie immer lese ich meine Bücher, zumindest eines davon und höre meine Musik, abgeschnitten von den sonst übermäßig auf mich einprasselnden Sinneseindrücken. Meine eigene kleine Welt, in der ich versinken kann, fernab der Realität, die ich als grausam erachte. Nur ein kurzer Blick auf den Monitor in der bahn reicht aus, um zu wissen, wie weit ich noch fahren muss. Es ist noch Zeit, ich kann wieder in meiner Welt versinken. Die Ansage aus den Lautsprechern nehme ich wie immer nicht wahr, meist geht es eh nur um kleine Störfälle. Wenn sich jemand hinter die Bahn wirft in einem kurzen und unüberlegten Akt der Verzweiflung. Menschen, die mit ihrem Leben nicht.im reinen sind. Dabei ist es doch so einfach, das Beste aus den Gegebenheiten zu machen, sich mit dem Unvermeidlichen zu arrangieren. Aber das tangiert mich nur am Rande. Mein ist die Welt der Wörter, in der ich versunken bin. Mein ist die Welt der Musik, die mich ein Stück weit von der Außenwelt abschottet. In der ich in Gedanken versunken verschwinden kann.

Urplötzlich werde ich aus meiner Welt gerissen. Dumpfe Explosionen erschüttern die Bahn, es dröhnt und erzittert. Ich blicke auf und wundere mich während die wenigen noch verbliebenen Mitreisenden voller Angst kreischen. Und in all dem ohrenbetäubenden Lärm geht das Licht aus und die Bahn hält an. Das Chaos ist perfekt. Die Geschrei der anderen Menschen in der Bahn wird lauter. Verwundert blicke ich mein Handy an, das eben noch meine Welt mit Musik und Wörtern versorgt hat - doch es ist ebenso tot wie auch die Bahn. Die Dunkelheit, die ich sonst suche, versetzt mich in Angst. Keine übermäßig panische Angst, nein, die gesunde Angst, die auftritt in Verbindung mit dem Überlebenswillen.

Kurz analysiere ich die Situation. Explosionen, kein Strom. Explosionen, die immer noch andauern, auch wenn sie nur ganz schwach bis zu mir durchdringen. Kein Terrorakt, das sind Bomben, durchfährt mich der Gedanke mit Schrecken. Doch, wo kann man sicherer sein, wenn Bomben fallen als in einem U-Bahn-Tunnel. Sofern die Decke hält. Doch zuerst muss ich aus der Bahn raus. Gelassen sage ich zu den anderen Mitreisenden "Keine Panik, wir sind hier erst einmal sicher. Wir müssen aus der Bahn raus und zumindest in die Nähe einer Haltestelle laufen." Kurzerhand das Feuerzeug zücken und für wenige Sekunden brennen lassen, das ist eine Übung, die ich als Raucher wohl im Griff habe. Zumindest weiß ich nun, wo sich der Nothammer für die Scheiben befindet. Im Dunklen taste ich mich heran und nehme diesen mit einem kräftigen Ruck an mich. Eine zweite kurze Benutzung des Feuerzeuges zeigt mir, wo sich das Notfallpack und die Scheibe für den Notausstieg befinden. Das Pack drücke ich einem Mitreisenden in die Hand. Nun beginnt der Spaß. Meine ganze Wut und Frust entladen sich in der Zerstörung der Scheibe. Wie gut, dass es stockdunkel ist, so sehen die anderen nicht, wie ich an den Scheiben rumtobe. Klirrend zerbrechen die Scheiben unter den wuchtigen Schlägen.

Der andere neben mir fasst mich an den Arm und hält mich zurück. "Ist gut langsam", sagt er. "Du hast nun fast jede Scheibe des Waggons zerdeppert, geht's jetzt besser?". Wo ich vorhin noch das Musterbeispiel der Ruhe war, bringt er mich wieder auf den Boden zurück. Langsam erinnere ich mich, er ist nicht das Bild von Mann, das eine Frau sehen möchte und ist nicht das Bild von Mann, das Mann als Konkurrenz betrachtet. Unscheinbar, wie ich meist. Nur dass meine Unscheinbarkeit schon wieder auffällig ist. Aber gut. Ich nicke und lasse den Nothammer fallen. Langsam, ruhig und geordnet machen wir uns aus dem Wagon, klettern über die Sitze und vorsichtig über die Glassplitter des Rahmens nach draußen. Vorsichtig, um nicht über den Stromabnehmer zu fallen. Doch da kommt es mir wieder in den Sinn, wenn die Bahn keinen Strom hat, dann dieses wichtige Utensil für die U-Bahnen ebenfalls nicht. Vorsichtig berühre ich die Leitung mit den Fingerspitzen, doch nichts passiert. Kein Strom, nirgends. EMP-Impuls, höchstwahrscheinlich. Man kennt es ja aus so vielen Filmen Doch woher und warum? Und vor allem, wie lange noch? Wenn der Strom wieder kommt, dann sitzen wir im Tunnel in der Falle, wenn die Bahnen wieder fahren sollten.



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(c) Marcel Grasnick

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"Oh Süße, mit dir möchte ich eine heiße Nacht verbringen " säuselte Andres der hübschen Blondine ins Ohr. Sie, die sich aufreizend auf dem Barhocker räkelte und auf den einfachen Namen Lisa hörte. Jedoch sie hatte gar nicht vor, ihren Namen Preis zu geben. Sie hatte sich diese Bar auserkoren, um an diesem Abend auf Männerfang zu gehen. Sie musste grinsen. Männer sind oft so überheblich und glauben tatsächlich, sie würden die Damen fangen, dabei ist es doch genau umgekehrt. Wie eine Spinne im Netzen tummeln sich die Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts in Bars und Diskotheken, um DEN Fang zu machen. Gewiss, ein paar Fehlgriffe sind nötig, immerhin den Beifang kann Frau ja beizeiten wieder von der Leine lassen.

Andres gefiel ihr ausnehmend gut. Ein perfektes Opfer für eine heiße Nacht, die er sich zudem noch gewünscht hat. Es war nicht immer so leicht für Lisa. In ihrer Jugend, den Teenie-Jahren, war sie das Mauerblümchen. Das Mädchen, mit dem niemand befreundet sein wollte. Geschweige denn ausgehen. Lisa schüttelte denn Gedanken ab, diese Zeit liegt weit zurück. Mit der Vergangenheit hat sie soweit abgeschlossen, nun will sie spielen. Erst folgt das Spiel mit der Balz, schließlich wollen die Rituale eingehalten werden. Und was dann noch der Abend bringen sollte, nun das würde sich zeigen, wenn es soweit ist. Vielleicht gibt es ja wirklich eine heiße Nacht. Ein Flammenmeer der Gefühle und Emotionen.


Ein paar Drinks später, Andres war soweit schon ganz gut abgefüllt, zog Lisa die Reißleine. Immerhin brauchte sie keinen total betrunkenen Mann, sie hatte noch etwas mit ihm vor. So kam dann von ihr der Vorschlag, doch noch auf einen Kaffee zu ihr zu fahren. Als ob es bei dem Kaffee bleiben würde. Schließlich wussten beide, wie die Nacht enden würde: heiß. Dazu bedurfte es keiner weiteren Worte. Das war immerhin der Grund, weswegen sie sich hat von ihm ansprechen lassen. Erfolgreiche Jagd. Lisa freute sich schon auf das kommende.

Sie bugsierte Andres zu ihrem Auto. Das bisschen Alkohol, dass sie zu sich genommen hat, reichte nicht aus, um ihre Fahrtüchtigkeit zu beeinträchtigen. Sie brauchte eben nur etwas für den Mut.

Andres hingegen war sich seiner Sache so sicher, dass er langsam begann, körperlichen Kontakt herzustellen. Leicht streichelte er ihren Arm, was sofort die körperliche Reaktion der Gänsehaut hervorrief. Da die unbekannte Schöne... Ja wieso denn wusste er immer noch nicht ihren Namen? Hatte sie ihn genannt und er hatte es wieder vergessen? Nichts wäre peinlicher als neben einer Frau aufzuwachen, deren Namen man nicht weiß. Wenn es keine dauerhafte Geschichte werden würde, dann könnte man den immer noch vergessen. Immer noch war er sich seiner Sache sicher und so landete die Hand schließlich auf ihrem Knie. Und immer noch reagierte sie nicht abwehrend, was ihn in seiner Siegessicherheit bestärkte. Doch in Gedanken versuchte er verzweifelt, leicht benebelt, sich an ihren Namen zu erinnern. soviel hatte er doch nicht getrunken, oder? Leicht benebelt, das traf es wohl genau. Denn die Müdigkeit, vom Alkohol unterstützt, breitete sich immer mehr aus, während sie noch durch die Stadt fuhren. Das letzte, an was er sich erinnerte, war das Blitzen in ihren Augen...

* * * * *

"Aber du sagtest doch, du willst eine heiße Nacht mit mir. Heiß dürfte dir nun sein, es ist Nacht und ich bin auch da, um dich zu betrachten." Lisa grinste diabolisch, während Andres sich vor Schmerzen wand und gequält schrie. Die Flammen hatten mittlerweile seinen Körper erreicht, der immer noch mit den Fesseln an das Bett gebunden war. Die Handschellen an den Gelenken glühten ein leichtes Rot, es roch nach verbrannten Haaren, nach verbranntem Fleisch. "Ich wollte mit dir Spaß haben, wir beide zusammen, du wolltest es doch auch!" rief Andres gequält. Man merkte deutlich, dass die Schmerzen höllisch sein mussten. "Mach mich los, bitte. Lösch das Feuer, ahhhh..." Doch Lisa dachte nicht daran. Ihre Augen glitzerten im Feuerschein. Das Leiden von Andres, wie er sich im Feuer wand und seine Schmerzen hinausschrie, es war so faszinierend. Dank dem guten Brandbeschleuniger würde das Feuer erst erlöschen, wenn von der heißen Nacht nicht mehr als Asche übrig war.


(c) Marcel Grasnick

Kleiner Vorgeschmack auf den neuen Titel von Marcel Grasnick.

Langsam wacht er aus seinem Tiefschlaf auf. Obwohl er schwer zu wecken ist und Freunde schon scherzhaft meinen, man könnte neben ihm eine Blendgranate explodieren lassen, ohne dass er aufwacht, so hat ihn doch ein Getöse aus dem Schlaf geholt. Ein Getöse, mit nichts vergleichbar, was er sonst aus seinem Umfeld so kennt.

Als Einzelgänger und geduldeter Gast ihrer Göttlichkeit, ist er eigentliche eine ruhige Nachtruhe gewohnt. Umso mehr ist er verstört, denn wenn ihn schon etwas aus dem Schlaf reißen kann und dann noch nicht sofort einzusortieren ist, dann kann das nichts Gutes bedeuten. Tastend suchen die Finger die Fernbedienung für den Lichtschalter und können doch nur die des Fernsehers greifen. Missmutig steht er auf und lauscht in das Zwielicht, das in seiner Umgebung ständig herrscht. Er zuckt zusammen, denn das Getöse geht urplötzlich wieder los. Ein Scheppern lässt ihn zurückweichen und wieder auf die Couch fallen, auf der er sich einquartiert hat, um seiner Göttin den Platz des großen Bettes für sich zu lassen. Das Getöse geht unterdessen weiter. Ein Trampeln und ein paar Schläge auf den Boden lassen diesen erzittern. Und so plötzlich wie der Lärm begonnen hat, legt er sich auch wieder. Nur ein leises Schmatzen ist noch zu hören. So wagt er sich erneut aufzustehen und das abgedunkelte Licht anzuschalten. Doch was er dann sieht...

Katzilla wird eigentlich auch Nutzilla genannt, aber wegen der Verwechslungsgefahr beim Namen mit einer Frühstücksdroge, und aus Gründen des Markenschutzes, hat sich die Göttin der Nacht auch mit dem verallgemeinernden Titel zufrieden gegeben in ihrer huldvollen und großzügigen Art. Sie ist stolz auf ihren Titel, die Göttin. Und wenn sie sich gelegentlich herablässt, um die Huldigungen der Menschen zu empfangen, dann zeigt sie sich auch gern in ihrer ganzen Herrlichkeit. Die Menschen können nicht anders und fallen ihr zu Pfoten.

Doch was die Menschen nicht ahnen können, ist, dass Katzilla nachts, wenn die Menschen sich zur Ruhe begeben haben, ihrer wahren Bestimmung nachgeht: die Dämonen der Nacht zu fangen und zu töten. Das kann sie gut, darin hat sie es mit ihrer Beharrlichkeit und Schnelligkeit zu einer wahren Kunst gebracht. Und wenn die Dämonen sich auch noch erdreisten in ihr heiliges Reich einzudringen, sich auf ihrer Ruhestatt niederzulassen, dann kennt sie kein Erbarmen. Leiden sollen sie, Qualen ertragen, für die noch kein Name gefunden werden kann. So großzügig sie sich ihren Anhängern zeigt, so kalt und berechnend ist sie bei der Jagd auf ihre Feinde. Erbarmungslos tötet sie alles, was in den Einflussbereich ihres Reiches gelangt. Doch wer nun auf blutrünstige Details hofft, wird enttäuscht werden. Katzilla tötet mit Stil und nur die Leichen ihrer Gegner erinnern an geschlagene Schlachten, ohne den lästigen und sonst üblichen Schmutz. Schließlich duldet sie kein Chaos, keinen Schmutz in ihrem Reich. Alles muss ordentlich sein und nicht nur sauber, sondern rein.

Doch in diesen Tagen hat sie einen neuen Gegner gefunden, der sich in ihr Heim geschlichen hat. Nein, geschlichen wäre untertrieben. Doch auch wenn der Gegner mit seinem Flügelschlag Berge zum Einsturz bringen kann, so ist er doch an Größe und Kraft unterlegen. Nur seine Wendigkeit und Geschwindigkeit konnte ihn vor der Göttin eine Woche lang retten, was beachtlich ist, erledigt sie doch sonst ihre Opfer in einer atemberaubenden Geschwindigkeit.

Geduld und Ausdauer machen sich bezahlt, auch die Übungen mit den kleineren Dämonen, die ihrer Pracht und Herrlichkeit nicht entgegen zu setzen haben. Niemals wird sie aufgeben. Bisher hatte sie jeden Eindringling zur Strecke gebracht. Auch wenn dieser durch Höhenflüge ihr ausweichen will, so schafft sie es dennoch mit mit einem beherzten Sprung über diverse Hindernisse hinweg, auch wenn einiges in ihrem Reich dadurch zu Bruch geht. Opfer müssen sein, ihre Lakaien werden das später schon richten. Der Gegner, der Schwerste bisher, hat Vorrang vor allem anderen.

Mothra wehrt sich aus Leibeskräften, doch Katzilla gewinnt schließlich die Oberhand als sie Mothra einen Flügel bricht. Schwer verletzt stürzt Mothra auf die Erde und versucht mir kurzen Sprüngen Katzilla zu entkommen. Doch deren Stunde ist nun gekommen. Zur völligen Demütigung ihres Gegners fängt sie an, mit Mothra Katz und Maus zu spielen. Die Pflicht ist erledigt, jetzt folgt die Kür.

* * * * *
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(c) Marcel Grasnick

Wer das Skurrile und die Schwarze Romantik liebt, dem empfehle ich »Heiße Nächte«. Ja, so kann man es auch verstehen 🙂

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