Hettys schwarz-blaues Café

Schwarze Romantik & Dunkles Leben

Wann ist man zu alt für Liebe?

Frei und zwanglos

Die Ansprüche, die man im Laufe des Lebens entwickelt, verändern sich. Für mich war die geistige Qualität einer Bekanntschaft, Freundschaft, Beziehung immer wichtiger als die großen Gefühle. Miteinander Interessen teilen war für mich immer primär. Und da ich den besagten Menschen nicht auf dem Hals habe, kann ich auch mit seinen Macken leben. Muss es denn immer die große Liebe sein? Wer sie bis 50+ nicht gefunden hat, wird sie nie finden, so man sie denn sucht. In jedem Alter kann man Herzen malen, vielleicht älter sogar schönere als in jungen Jahren. Mir stellt sich nur immer die Frage bei großen Altersunterschieden, wie heute so in Mode, ist es wirklich erfüllend für beide? Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass mich solch eine Beziehung wirklich befriedigen könnte, platonisch, rein platonisch, alles andre lassen wir weg.

Leider verstehen unsere männlichen Zeitgenossen auch viel verkehrt. Sicher eine Altersfrage. Scheinbar scheint es der Männerwelt im Denken abhanden gekommen zu sein, dass es Frauen gibt, die rein gar nichts mit einer zwanglosen Bekanntschaft verbinden, und auch nicht verbinden wollen. Unbestritten gibt es auch Männer, die in den Vierzigern so ein Charisma ausstrahlen, dass man sich dem nur schwer entziehen kann. Sie wirken älter und reifer, sehen meist auch reifer aus. Doch, so frage ich mich, macht es ernsthaft Sinn, mehr in so einer Sache zu sehen, und zu suchen, als eine Freundschaft oder gute Bekanntschaft?

Ich habe vor einiger Zeit auch solch einen interessanten Mann kennen gelernt. Ich mag ihn, ja, ich respektiere ihn, sehr sogar, doch das alles ist wertfrei. Manche Menschen strahlen etwas aus, was einen unweigerlich anzieht. Warum auch immer, ich mag es nicht weiter ergründen. Warum verstehen Männer oft nicht, dass man zwar ihre Nähe als angenehm empfindet, sich vielleicht auch zeitweise ein wenig in Schwärmereien verliert, sie in seinem Leben willkommen heißt, doch an mehr gar nicht denkt. Als ich einem guten Freund davon erzählte, weil mich die ganze Sache nach einer wirklich angenehmen Kennenlernphase zu belasten begann, sagte dieser zu mir: Ist dein Leben nicht vollgestopft genug, wozu noch ein Problem? Du kannst frei und zwanglos leben, genieße es. Loslassen von schönen Dingen ist nicht einfach, meist jedoch gesünder für das eigene Wohlempfinden.

 

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