Hettys Gedankenwelten http://www.hettys-online.de Schwarze Romantik, dunkles Leben Wed, 23 Oct 2019 11:10:32 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.3.3 http://www.hettys-online.de/wp-content/uploads/2017/11/cropped-black_rose-32x32.jpg Hettys Gedankenwelten http://www.hettys-online.de 32 32 Frauen, Männer und Mode http://www.hettys-online.de/frauen-und-mode/ Wed, 23 Oct 2019 09:54:08 +0000 http://www.hettys-online.de/?p=1937 Frauen und Mode sind ein Thema für sich. Männer und Mode ein Desaster. Modisch ist was kleidet. Nicht jede Frau kann und sollte alles tragen. Von der Modeindustrie geht eine starke Manipulation aus, denn Ziel ist zu verkaufen. Beobachtet man Menschen in seinem Umfeld ergeben sich oft erschreckende Bilder. Man ist vielfach geneigt zu fragen, […]

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Frauen und Mode sind ein Thema für sich. Männer und Mode ein Desaster.

Modisch ist was kleidet. Nicht jede Frau kann und sollte alles tragen. Von der Modeindustrie geht eine starke Manipulation aus, denn Ziel ist zu verkaufen. Beobachtet man Menschen in seinem Umfeld ergeben sich oft erschreckende Bilder. Man ist vielfach geneigt zu fragen, gab es die Sachen, die du trägst auch in deiner Größe? Wir haben heute völlig verschobene Figuren. Die ungesunde Junk Food Ernährung schafft neue Figurtypen. Wir sehen Frauen mit starken Hüften, dicken Hintern, Fettansätzen über dem Hosenbund, heftiger Oberweite, ausladenden Oberschenkeln und kräftigen Waden. Kleidung sollte Problemzonen verdecken, das Auge des Betrachters lenken.

Das, was Mensch trägt, ist ein Spiegel seiner Seele, nicht unbedingt seines Geldbeutels. Kleidung unterstützt unsere Körpersprache. Möchten wir gefallen, wählen wir farblich ein anderes Outfit als an Tagen, wo wir negative Stimmungen haben. Egal was wir tragen, es sollte passen und die richtige Konfektionsgröße haben.

Nicht jede Frau die figurbetont trägt hat dafür den richtigen Körperbau. Für eine Frau Marke Twiggy ist erlaubt, was für üppige Formen verboten ist. Auch über die Kleidung werden Gefühle transportiert, Sympathie oder Antipathie. Ein geschmackvoll gekleideter Mensch wirkt positiv auf uns, wobei Geschmack bekanntlich relativ ist. Kleidung trägt, egal ob derjenige männlich oder weiblich ist, ein gewisses Balzverhalten zur Schau.

In den Köpfen der Frauen haben die Medien positioniert, Männer mögen den Anblick üppiger Brüste und kräftiger Gesäße. Frauen sehen gerne gestählte Bodys. Die Wahrheit sieht etwas anders aus. Viele Männer mögen es ganz und gar nicht, wenn an Frauen alles wogt und schwabbelt. Frauen sehen Frauen noch aus ganz anderer Sicht. Viele Männer drehen sich eher angeekelt weg, wenn sie zu viele Fettpolster vor sich haben. Hundehütten sind aber auch nicht hoch im Kurs.

Was bei vielen Frauen Widerwillen erzeugt sind alte Männer in kurzen Hosen. Ein Bild welches im Sommer flächendeckend zu sein scheint. Straffe knackige Wadeln sind ein anderer Anblick als alt und faltig.

Farbspiele

Rot steht für Energie und Leidenschaft. Es erhöht unsere seelische Kraft. Rot suggeriert einen starken Willen, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen.

Blau ist eine beliebte Farbe, bei Frauen, bei Männern, im Business. Sie wird mit vielen positiven Eigenschaften assoziiert. Blau ist die Farbe der Unendlichkeit, des Vertrauens und der Verlässlichkeit. Blau ist still und entspannend, wer gerne oft Blau trägt, wird als harmoniebedürftig und konfliktscheu eingestuft. In Amerika ist blau die Businessfarbe schlechthin. Aber, blau ist nicht gleich blau. In Deutschland wird preußisch blau bevorzugt.

Wer sich gerne Gelb kleidet, gilt als intelligent, freiheitsliebend, sachlich und vernünftig. Gelb wirkt frisch. Gelb steht für das Licht der Sonne, für Energie, Optimismus, Heiterkeit und einen klaren Verstand. Die Farbe wirkt präsent, jung und frisch. Ein gelbes Outfit strahlt Freundlichkeit und Lebensfreude aus. Wir übertragen diese Eigenschaften unterbewusst auf Personen, die diese Farbe tragen.

Grün ist die Farbe der Hoffnung und des Lebens: Assoziationen – selbstbewusst, harmonisch, überlegen, zuverlässig, konservativ, aber auch im negativen Sinne – dickköpfig, risikoscheu, langweilig, durchschaubar. Grün wählt, wer den Eindruck von Beständigkeit machen möchte, eine Frieden anstrebende Gesinnung zeigen möchte und Harmonie ausdrücken möchte. Smaragdgrün und türkis wirken mit Neutralfarben kombiniert höchst elegant. Reines, seidiges grün kann sehr festlich und interessant wirken; dunkles grün hat immer etwas Häusliches an sich. Besonders interessant wirken Rothaarige in grün.  Sehr helle, pastellene Grüntöne wirken ästhetisch, zart und etwas schwächlich.

Schwarz gilt als individuell, strahlt Stärke und Eleganz aus. Schwarz ist eine zutiefst männliche Farbe, obwohl es keine Farbe ist, zeitlos und unendlich kombinierbar.

Weiß gilt als sauber, rein, strahlend, macht üppiger. Die Farbe kann Ausdruck einer nicht sinnlichen Heiterkeit und gegebenenfalls Vornehmheit sein. Weiße Kleidung assoziiert: rein, klar, frisch, futuristisch, aufrichtig, frei, neutral, aber auch Nüchternheit, Kälte, Neutralität. Mit weißer Kleidung wird Frische, Ehrlichkeit und Anstand vermittelt. Wer Aufmerksamkeit erregen möchte wählt den weißen Anzug oder das weiße Leinenkostüm.

Männer und Mode

Was jungen Männern gut gelingt, sollten die älter gewordenen für sich adoptieren. Mut zur Farbe und legerer Kleidung. Dicke Bäuche in zu engen T-Shirts wirken nie besonders kleidsam. Knöpfe drohen vom Hemd abzuspringen, wenn mal kräftig gehustet wird. So wenig akkurat wie Frauen in Marke schlampig wirken, wirken auch Männer auf uns. Ungepflegte Bärte die nach Essen riechen, unattraktive Körper die Schweißgeruch verströmen. Dreckige Jeanshosen mit Bierflasche dekoriert. Das macht keine Frau an. Gepflegte Kleidung ist ein Stück Lebenskultur und zeugt von Respekt gegenüber seinen Mitmenschen.

Um ordentlich gekleidet zu sein braucht man nicht viel Geld, nur ein wenig Geschick und Ästhetikgefühl. Schön wenn Mann Arbeit hat, aber muss es sein, dass sie sich mit ihren verschmutzten Arbeitsklamotten übel riechend in öffentlichen Nahverkehrsmitteln umherfläzen? Keine Möglichkeit zum Umziehen? Dieses Argument gilt nicht, denn Bauwagen gibt es meist überall. Sehr affig wirkt dann, wenn diese Erscheinung dann auch noch versucht mit der hübschen jungen Frau sich gegenüber zu flirten. Männer sagt man sich, einfach mal das Hirn einschalten.

Jugend und Mode

Ein Aufschrei ging durch Deutschland, als es sich ein Polizist wagte zu sagen, viele junge Frauen und Mädchen sind selber schuld, wenn sie angemacht und vergewaltigt werden. Das kann ich nur unterstreichen. Wer richtig hinschaut, wundert sich nicht mehr. Ist es wirklich modisch, wenn Schulmädchen Seidendessous und langbeinige Rüschenschlüpfer als Oberbekleidung tragen? Was geht in den Köpfen dieser Mädchen ab?

Viele junge Mädchen und Frauen haben keine Größe 36, pressen sich aber mit Größe 42 hinein. Unlängst im Wartezimmer einer Arztpraxis: Sie, recht üppig, hatte sich in viel zu kleine Leggings gepresst. Beim Sitzen sah man die Laufmaschen über den Hintern rennen, sah man noch genauer hin, sichtete man auch die Fettflecken auf der Fußbekleidung. Modetrends aus dem Jahr 2019? Figurbetont sollte tragen, wer auch Figur hat.

 

 

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Ein Chamäleon namens Trude http://www.hettys-online.de/trude/ Sun, 01 Sep 2019 20:12:02 +0000 http://www.hettys-online.de/?p=1811 Ein Chamäleon namens Trude – Trude war eine stark adipöse Dame Ende vierzig. Etwas plüschig, nie erwachsen geworden, stets von dem träumend, was sie haben wollte, doch nie bekommen würde. Ich wusste nicht sehr viel über Trude, rekonstruierte mir jedoch einen Teil ihres Lebens aus dem, was sie mir erzählt hatte. Trude war eine der […]

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Ein Chamäleon namens Trude –

Trude war eine stark adipöse Dame Ende vierzig. Etwas plüschig, nie erwachsen geworden, stets von dem träumend, was sie haben wollte, doch nie bekommen würde. Ich wusste nicht sehr viel über Trude, rekonstruierte mir jedoch einen Teil ihres Lebens aus dem, was sie mir erzählt hatte.

Trude war eine der Frauen, die einer Frau sofort unangenehm wurden, wenn man sie etwas näher kennenlernte. Narzisse, Chamäleon, immer nett, aufdringlich. Für das, was sie haben wollte, ging sie über Leichen.

Die Natur hatte sie mit einer sehr üppigen Oberweite ausgestattet. Es war diese wallende Üppigkeit, bei der man als Frau sehr genau darauf achten musste, wie man sich kleidet. Es gab Läden, da bekam man sehr preiswerte Bekleidung in großen Größen, die letztlich eher schlampig als kleidsam wirkten. Billige Stoffe, schlechte Verarbeitung und gar kein Schick. Als wir uns das erste Mal gegenüber standen erkannte ich den Schneider sofort.

Auch ich war nie das Abbild einer zierlich schlanken Gazelle, insgesamt etwas dicker als schlank. Da wo die Natur zurückhaltend sein sollte, war sie es bei mir auch. Sehr froh war ich immer, dass ich eine Taille, einen freundlich anzuschauenden Popo und eine nicht zu gewaltige Brust mitbekommen hatte. Sehr stolz war ich auf meine wohlgeformten Ballettfüße. Ich hatte im Laufe meines Lebens gelernt, mithilfe einiger optischer Tricks, Problemzonen gut zu kaschieren. Ich mochte nicht das Bunte der 70er. Schwarze Eleganz, schwarz-weiß gestreift und Bordeaux. Schon immer liebte ich Leder.

Meine liebe Mutter erzog mich dazu, selbstbewusst aufzutreten und zu dem zu stehen, was ich bin und kann. Bei Trude war in dieser Hinsicht manches nicht rund. Trude war sehr anpassungsfähig. Das, was sie meinte für den Mainstream sein zu müssen, das war sie. Sie konnte alles, sie wusste alles, und versuchte immer, es allen recht zu machen. Auffallen um jeden Preis. Eine Fähigkeit, über die ich nie verfügte. Sie erkannte sehr schnell, was man allen erzählen musste, um everybodys Liebling zu sein, um Anerkennung zu finden. Krankheit erzeugt Mitleid, also jammerte Trude gerne und viel. Waren Menschen der Meinung von viel Unglück heimgesucht zu werden, wurde es Trude auch. Wie ein Chamäleon passte sie sich jedem an. Sie vermittelte allen, sie teile ihre Interessen, ihr Leid und Schicksal. Unangenehm dabei war, dass sie ihr Wissen auch gegen die Menschen benutzte. Geschickt horchte sie alle aus.

Die erste Zeit war unsere Bekanntschaft von Nichtachtung füreinander geprägt. Doch eines Tages änderte sich das. Trude brauchte mich, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Ich rückte in ihren Fokus. Vor einiger Zeit bestätigte mir jemand, dass ich sehr eigen sei. Ja, das war ich wirklich. Wer mich erst ignoriert, um mich dann zu 100 % einzunehmen, der hatte schon verloren. Erst war es nur ein unangenehmer Beigeschmack, der sich allem beimischte, dann erkannte ich den Sinn ihrer Schleimerei. Trude begann mich zu stalken um an das Objekt ihrer Begierde zu kommen – einen Mann. Nicht irgendeiner, nein, ein ganz bestimmter.

Trudes Traum

Trude hatte einen Traum. In den vielen Monaten, die wir uns nun kannten, war ich dahinter gekommen, dass Trude offensichtlich nie erwacht war aus ihrem Teenager-Traum, den Mann zu finden. Sie war verheiratet, wobei sie sich scheinbar ver-heiratet hatte. Ihr Mann war ihr eigentlich viel zu alt, es müssen so um die 10 – 15 Jahre sein. Sie hatte ihn geheiratet, doch scheinbar nicht aus Gefühl, sondern um ihrer Mutter ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Die besorgte Mutter wollte ihr Kind beschützt wissen.

Trude hatte ihren Traummann für sich gefunden. Irgendwann hatten sie sich auf einer Veranstaltung kennen gelernt, und sie hatte sich offenbar spontan verliebt. Er war fast im gleichen Alter wie sie. Auf seine Art ein breit interessierter, netter, liebenswerter Mann. Enttäuscht vom Leben, enttäuscht von Menschen, enttäuscht von Frauen. Ich glaube, als Frau war sie nicht wirklich seine Wellenlänge. Doch sie war da, bot sich ihm immer und überall als freundlicher Mensch an. Hörte ihm zu, jammerte mit ihm, war immer für ihn verfügbar, wenn er jemanden brauchte für seine Interessen. Das Muster ohne Wert.

Um seine Achtung zu finden, unternahm Trude alles um sich unentbehrlich zu machen. Sie teilte seinen Musikgeschmack, ob es wirklich der ihre war, ich weiß es nicht. Erforschte was er liebte, um es auch zu lieben, was er hasste, um es auch zu hassen. Sie benutzte selbst seine Wortwahl. Und – es schien zu klappen. Sie hatte nur ein Ziel, diesen Mann auf sich aufmerksam, und von sich abhängig zu machen.

Trude glaubte ganz fest daran, dass man auch im Internet seine große Liebe finden konnte, bei anderen hat es ja schon geklappt. Insbesondere bei Menschen die sie kannte. Was sie dabei vergaß, die meisten Menschen spielten im Cyberspace nur eine Rolle. Es war eine verlogene Welt schlechthin. Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Den wahren Menschen lernt man nur im realen Leben kennen.

Trudes Lebenslüge

Ich war ein guter, vor allem aber ein kritischer Zuhörer. Wenn sich mir Menschen, wie diese Trude, aufdrängten, dann hörte ich dreimal hin, obwohl ich mir den Anschein gab gar nicht zuzuhören. Vieles was sie erzählte konnte so nicht stimmen, zum Beispiel was sie über ihren Job erzählte. In den zwei Jahren, die wir Kontakt miteinander hatten, war sie beruflich aufgestiegen. 🙂 Anfangs war sie nur ein kleines Licht, dass jedoch mit der Zeit immer heller brannte. Im Laufe der Zeit begann sich mir die Frage zu stellen, ob sie überhaupt einen Beruf erlernt hatte. Besser gesagt, den, den sie vorgab.

Trude hatte eine Rechtschreibschwäche, Legasthenie, wie sie nachdrücklich bei jeder Gelegenheit erwähnte. Nachdem ich mich mit dieser Behinderung eindeutiger beschäftigt hatte, erkannte ich viele Verhaltensweisen von Trude wieder. Sie war zwanghaft ordentlich, stark organisiert, hatte eine ungewöhnlich hohe Schmerzempfindlichkeit. Ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl, war emotional sehr empfindlich, strebte stets nach Perfektion. Ihre Schreibfehler nahmen bei Verwirrung, Zeitdruck, emotionalem Stress oder schlechter Gesundheit dramatisch zu. War sie ausgeruht, schrieb sie fast fehlerfrei. Darüber hinaus hatte Trude ein niedriges Selbstwertgefühl. Sie suchte bei allen sich bietenden Gelegenheiten zwanghaft nach Anerkennung. Ihr Auftreten war auch dem eines Narzissten sehr ähnlich.

Weiblicher Nazissmus

Weiblicher Narzissmus wechselt oft zwischen Größenwahn und Minderwertigkeitsgefühlen hin und her. Narzisstische Frauen hungern nach Bewunderung und Anerkennung, nur dann fühlen sie sich gut. Nach außen erschien Trude perfekt, doch an ihr nagten starke Selbstzweifel. Weiblicher Narzissmus tritt häufig verdeckt auf. Er war nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. Auch Trude war geprägt von starken Gegensätzen: perfekter Schein nach außen, Depression und Leere im Inneren. Fantasien über die eigene Großartigkeit dienten als Schutz gegen Unsicherheit und das Gefühl, nicht gut oder liebenswert zu sein. Wie auch Trude wirkten narzisstische Frauen nach außen oft stark und überlegen, hatten ein sehr bestimmendes Auftreten, legten sehr viel Wert auf ihr Äußeres. Sie erscheinen sehr leistungsstark und achteten darauf, keine Fehler zu machen. Das Selbstwertgefühl war entgegen dem äußeren Anschein allerdings sehr gering. Um ihre Berechtigung nachzuweisen, vergriff sie sich oft im Ton, d.h. er war der Situation unangemessen.

Vieles was Trude über sich äußerte, war in meinen Augen nur Mittel zum Zweck. Um sich auf Arbeit beliebt zu machen, erfuhr ich, verwöhnte sie ihre Kollegen regelmäßig mit Kuchen und Keksen. Das garantierte ihr Aufmerksamkeit, in erster Linie die eines männlichen Kollegen, den sie offenbar anhimmelte. Bei allem, was Trude tat, ging es nur um die holde Männlichkeit. Frauen empfand sie als Konkurrenz, wollte sie immer übertrumpfen, aus dem Rennen schlagen. Sie lebte von der Anerkennung und Bewunderung durch andere Menschen, hatte sehr hohe Ansprüche an sich selbst, war jedoch beherrscht von der Angst, diesem Anspruch nicht gerecht zu werden. Wurde sie auch nicht, denn versagte man ihr diese Anerkennung wurde sie nachlässig und lustlos. Mit ihrem zwanghaften Drang, immer die Beste zu sein eckte sie bald an. In einem Team gab es ungeschriebene Regeln.

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Der richtige Weg zum Herzen der Frau http://www.hettys-online.de/der-richtige-weg-zum-herzen-der-frau/ Sun, 26 May 2019 21:51:43 +0000 http://www.hettys-online.de/?p=1806 Falsches Denken der Männer Männer beschweren sich oft, sie werden nicht ernst genommen oder vera……..Nach meiner Meinung machen Männer einen grundsätzlichen Denkfehler. Ein Mann der eine Frau begehrt, egal ob als Freundin, Sexpartnerin oder Lebenspartnerin, sollte jede Art plumper Flirterei sein lassen. »Schau mir in die Augen Kleines«, ist kein Weg zum Herzen einer Frau. […]

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Falsches Denken der Männer

Männer beschweren sich oft, sie werden nicht ernst genommen oder vera……..Nach meiner Meinung machen Männer einen grundsätzlichen Denkfehler. Ein Mann der eine Frau begehrt, egal ob als Freundin, Sexpartnerin oder Lebenspartnerin, sollte jede Art plumper Flirterei sein lassen. »Schau mir in die Augen Kleines«, ist kein Weg zum Herzen einer Frau. Gereifte Frauen lieben Gespräche, keine dummen Gespräche, anspruchsvolle Gespräche. Sie erwarten, dass der Mann auf ihre Interessen eingeht, sich auf originelle Weise in ihr Herz redet. Sich Zeit lässt, doch nicht zu viel. Empathie zeigt. Wo sie wohnt, was sie macht, ist erst einmal unwesentlich. Kennt man sich etwas, ist auch das rein Private erfragbar.

Wer zum ersten Mal eine Frau besucht, sollte seine Pantoffeln zu Hause lassen. Eine Bekannte hatte sich entschlossen, einen Mann in ihrer Wohnung zu empfangen. Er reiste mit einem Aktenkoffer an, indem Nachtzeug und Pantoffeln waren. Erwischt meinte er: »Na Mann weiß ja wie so etwas läuft.« Aha. Mann kann sich auch irren  😕 Junge Mädchen sind da locker, reifere Frauen überlegend.

Der Satz: »Ich glaube, ich muss mich mal ein ganzes Wochenende um dich kümmern.«, formt in den Synapsen einer Frau die Gegenfrage: »Ach, bin ich krank? Oder sehe ich so hilfebedürftig aus?« Da fragt man sich doch, aus welchem Schmachtfetzen stammt das denn? Wer diesen hirnlosen Satz spricht, sollte den richtigen Zeitpunkt abpassen, für Atmosphäre sorgen, auch in der Stimme. Sie in den Arm nehmen, ihre Hand nehmen, ihr tief in die Augen schauen. »Ich würde gerne ein ganzes Wochenende mit dir zusammen sein«, ist dagegen einfach, klar und deutlich. Allgemein sollte man das dann auch tun, es ist mehr als eine Floskel. Für eine Frau ist das ein Versprechen.

»Warum das so ist, das erzähle ich dir später einmal.« So, wann denn? Am Ende meines, deines oder unseres Lebens? Fragen beantwortet man gleich und sofort, oder sagt, dass man das nicht möchte. Niemand macht sich dadurch interessant, eher langweilig.

Männer öffnen sich nicht gerne, alles akzeptabel, doch dann sollen sie sich nicht in Gefahr begeben. Wer ein Date mit einer Unbekannten möchte, der muss bereit sein, sich auch auf Fragen einzulassen. Frauen loten auf diese Weise nur aus, ob das unbekannte Wesen interessant genug ist, um ihm näher zu treten. Sie brauchen weder Floskeln die eine Zukunft versprechen, noch andere Phrasen.

Dran bleiben

Männer sind an ihrem Elend oft alleine schuld. Natürlich gibt es genug Frauen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich wieder einen Partner zu haben. Sie fallen auf jede Art von Kerl herein. Aber nicht alle Frauen suchen das. Allein lebt es sich glücklicher.  😉 Wer die Frau seines Interesses gefunden hat, sollte mit Bedacht vorgehen. Man macht keine Frau an, um sie letztlich weg zuwerfen.

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Was noch mal? Europawahl http://www.hettys-online.de/was-noch-mal-europawahl/ http://www.hettys-online.de/was-noch-mal-europawahl/#respond Mon, 20 May 2019 10:45:39 +0000 http://www.hettys-online.de/?p=1776 Europa wählt sein Parlament, ich bin begeistert. Deutschland hat, als bevölkerungsstärkstes Land in Europa die meisten Sitze und den größten Rand. Dieses Parlament ist dazu da, all das zu verbrechen, was wir letztlich erdulden müssen. Es bringt all die unsinnigen Gesetze auf den Weg, wie, eine Gurke, die in den Handel darf, hat gefälligst gerade […]

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Europa wählt sein Parlament, ich bin begeistert. Deutschland hat, als bevölkerungsstärkstes Land in Europa die meisten Sitze und den größten Rand. Dieses Parlament ist dazu da, all das zu verbrechen, was wir letztlich erdulden müssen. Es bringt all die unsinnigen Gesetze auf den Weg, wie, eine Gurke, die in den Handel darf, hat gefälligst gerade zu sein.

In Deutschland lag die Wahlbeteiligung 2014 bei 48,1 %.

Als Sieger bei den Parteien wird ganz sicher wieder die CDU vorne sein, was uns sehr viel Ungemach auch weiterhin bescheren wird. Frau Merkel ist mit ihrem Moslemkonzept ja grundsätzlich gescheitert. Die Europäer wollen nicht genesen an der Muslime Wesen.

Unser Spitzenkandidat ist ein Manfred Weber, CSU. Wer ist das? Ein niederbayerischer Strahlemann, mit viel Show und arrogantem Gottesgehabe. Zu erfahren ist weiter, gläubiger, praktizierender Katholik, Gott wird es dann richten. Dieser Mann ist zu höherem geboren, denn nach dem Ingenieurstudium hat er zwei Firmen gegründet, sich dann aber letztlich für die Politik entschieden. Ist wohl lukrativer.

Was von ihm zu hören ist, sind große Worte, die man ja von allen in seiner Position hört. Große leere Phrasen, die seiner Meinung nach gut ankommen. So möchte sich der Bandmusiker, immerhin schon seit 20 Jahren auf der Gitarre, um Urheberrechtsverletzungen kümmern, YouTube angreifen, Orban und Großbritannien mundtot machen. Eine Regelung des Urheberrechts ist schon wichtig, doch wenn ein Musiker im eigenen Interesse etwas regeln möchte, wissen wir auch was dabei herauskommt. Ob es wirklich den Nerv der Deutschen trifft Orban anzugreifen, lasse ich mal offen.

Ebenso möchte er sich gegen Antisemitismus stark machen. Klar auch, wir sind Deutsche und müssen uns wieder und wieder zur Schau stellen. Das auch gar niemand die Rolle Deutschlands im Dritten Weltkrieg vergisst. Wir, insbesondere die heute Lebenden, haben ja so schwere Schuld, wegen der wir täglich zum Pastor laufen müssen und Abbitte tun. Auch dieser Mann wird nichts dazu beitragen, den Dritten Weltkrieg endlich zu beenden und mit der Welt Friedensverträge schließen, dass Deutschland endlich ein anerkannter Staat wird und sich aus der Herrschaft der Siegermächte befreit.

Was ist also Europawahl? Eine Zeitverschwendung die uns nichts bringen wird, als wieder die großen Phrasen gelassen ausgesprochen, und am Interesse der Europäer vorbei. Wie stets im Leben, schlimmer, als Junker, geht immer.

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Zwangsabgabe Rundfunkgebühren http://www.hettys-online.de/zwangsabgabe-rundfunkgebuehren/ http://www.hettys-online.de/zwangsabgabe-rundfunkgebuehren/#respond Mon, 20 May 2019 08:25:01 +0000 http://www.hettys-online.de/?p=1769 Zwangsabgabe Rundfunkgebühren – Da flatterte mir doch dieser Tage ein Wisch ins Haus, der mir erklärte, ich solle für die letzten 3 Jahre Rundfunkgebühren nachbezahlen, da ich als Inhaber der Wohnung nicht angemeldet sei. Aha, stellt sich mir die Frage, habt ihr auch Ordnung in eurem System? Die Frage für mich ist nicht, wer ist […]

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Zwangsabgabe Rundfunkgebühren – Da flatterte mir doch dieser Tage ein Wisch ins Haus, der mir erklärte, ich solle für die letzten 3 Jahre Rundfunkgebühren nachbezahlen, da ich als Inhaber der Wohnung nicht angemeldet sei. Aha, stellt sich mir die Frage, habt ihr auch Ordnung in eurem System?

Die Frage für mich ist nicht, wer ist die GEZ, sondern wofür zahlen wir?

Der gemeinschaftliche Zweck der Mitglieder der GEZ, diverse Rundfunkanstalten und Fernsehen, ist gemäß § 2 der Verwaltungsvereinbarung der gemeinschaftliche Betrieb eines Rechen- und Dienstleistungszentrums. Warum muss der Bürger dafür zahlen, wenn die das haben wollen? Grundlage für den ganzen Ärger ist der Rundfunkstaatsvertrag. Nun sind ja 17,50 € nicht wirklich viel. In der Masse jedoch zogen die Rundfunkanstalten 2015 den Bürgern 8,1 Milliarden Euro aus der Tasche.

Betrachte ich mal mich. Ich höre kein Radio, ich schaue so gut wie nie fernsehen, und wenn ich etwas sehen möchte, dann gehe ich zu meiner Freundin. Das Gelüge in der Presse ist mir unwichtig, rege ich mich nur auf. Was letztlich bleibt ist die Nutzung des PC, ohne Radio und Fernsehen, und YouTube. Gehören die dazu? Und was ich noch weniger brauche, ist auch noch Gedudle vom Handy. Ich weiß, dass ich damit kein Einzelfall bin.

Natürlich gibt es genug Bürger, die sich den ganzen gequirlten Schwachsinn den Fernsehen, Radio und Presse anbieten rund um die Uhr einziehen. Verlogene Soaps, die jeder Realität entbehren, Hartz IV Fernsehen genannt, die Verherrlichung des Dritten Reiches durch das ZDF, gähnend langweilige Musiksendungen und all den anderen Blödsinn. Hat das Leben nicht mehr zu bieten?

Da wird gefaselt von unabhängigem Journalismus, bitte, wo gibt es den? Aktuelle Berichterstattung, ah ja. Mir ist das so Brot, ob gerade in China ein Sack Reis umfällt. Welcher Promi gerade traurigerweise gestorben ist, geheiratet hat oder das 3. Kind erwartet. Wer mit wem, wieso und warum. Ist das Allgemeinbildung? Das was wirklich Empörendes in der Welt, insbesondere in Deutschland, passiert, erfahre ich über die deutschen Medien nicht. Da kräht man unter stolzer Selbstbeweihräucherung laut daher, dass Bürger aus ihren Wohnungen getrieben werden, um irgendwelchen verlogenen Moslems Platz zu machen und ist auch noch stolz darauf.

Empörend für mich ist, dass jeder volljährige Bürger für diesen niveaulosen Quatsch 17,50 € zahlen muss, personenbezogene Daten zwangsweise an jeden Laffen hergegeben werden, wo man per Telefon als Bürger nicht einmal eine Selbstauskunft bekommt, Datenschutz gelle. Gäbe es Radio und Fernsehen mit Anspruch, guten, unabhängigen Journalismus, würde wohl niemand meckern und gerne widerwillig die Gier des Staates unterstützen.

 

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Moritz Irrungen und Wirrungen http://www.hettys-online.de/moritz-wirrungen/ Sun, 19 May 2019 16:03:13 +0000 http://www.hettys-online.de/?p=1752 Die erste Begegnung mit Moritz hatte ich mit seiner Stimme. Persönlich trafen wir uns an einem Tag mit der Kennenlernzahl 8. Nimmt man die Numerologie wörtlich, wäre es nicht einmal gelogen. Wir sind zwar nicht die Menschen die von der perfekten Familie träumen, jedenfalls ich nicht, doch ich denke schon, dass wir uns aufeinander verlassen […]

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Die erste Begegnung mit Moritz hatte ich mit seiner Stimme. Persönlich trafen wir uns an einem Tag mit der Kennenlernzahl 8. Nimmt man die Numerologie wörtlich, wäre es nicht einmal gelogen. Wir sind zwar nicht die Menschen die von der perfekten Familie träumen, jedenfalls ich nicht, doch ich denke schon, dass wir uns aufeinander verlassen könnten und immer Halt beieinander fänden. Dieser Zusammenhalt könnte stark wie kein anderer sein.

Wie ich feststellte, mögen wir alte Häuser, alte Möbel, alte Filme, ältere Musik …………… Sind wir altbacken? 🙂 Vielleicht ein wenig, jeder auf seine Art. Ich weiß nicht was es war, doch es war da, von der ersten Sekunde an. Es war ein besonderes Gefühl der Anziehung. Nie würde ich das als Liebe bezeichnen wollen. Es war eine eigenartige Vertrautheit, so als kannten wir uns schon viele Jahre. Ich wusste, dass Moritz einmal Grufti war. Mir schien es, dass er auch sehr zu einem Romantik Goth tendierte.

Im Allgemeinen hatte ich Probleme mit jüngeren Männern, bei Moritz merkte ich anfangs kein Alter. Man konnte mit ihm wunderbar reden. Wir brachten es auf Skype einmal auf 4 Stunden. Solange hatte ich noch nie vorher mit reden verbracht. Nicht mit einem Menschen den ich gar nicht weiter kannte. Selbst mit meiner besten Freundin schon lange nicht mehr. Nicht dass ich nicht gerne redete, doch meistens nervte mich das bald. Noch weniger mochte ich WhatsApp. Das ewige Gepiepse war kontraproduktiv und störte mich in meinen Gedanken. Ja, mitunter nervte mich auch Moritz Gepiepse, aber es kam dosiert. Nach wenigen Wochen machte es mich sogar fröhlich. Ich wusste sofort, wann eine Nachricht von ihm kam. In mein Gesicht zauberte das ein fröhliches Lächeln.

Moritz vs Rolf

Kurz vor Moritz lernte ich Rolf, unseren Chef, kennen. Er war aufgedreht, hatte ein wunderbares Lachen, dass einen sofort mitzog. Ein wenig diabolisch, aber hell und klar. Wenn Rolf lachte, es war Musik. Er fühlte sich ein wenig allein in der großen Stadt und so verabredeten wir uns an einem Sonntag zum Brunch. Für ihn war es, denke ich, ein kleiner Schock als er mitbekam, wie alt ich bin. Es wurde zwar nie eine engere Bekanntschaft daraus, doch manchmal braucht auch Mann Menschen, denen er seine Probleme anvertrauen kann. Nichts weiter wollte ich sein.

Irgendwie bekam ich das Gefühl, Moritz und Rolf buhlten um das Treppchen auf der Leiter. Es ging nicht darum, wer in die Rolle des Lovers schlüpfte, sondern wer mir näher stand. Jeder, so schien es mir, wollte der Favorit sein. Bekam Moritz mehr Aufmerksamkeit, schien Rolf eingeschnappt zu sein und umgedreht. Mochte ich auch beide ganz gerne um mich haben, so stand mir Moritz emotional immer näher. Der gleiche Beruf, die gleichen Interessen. Ich fasste mir ein Herz und sagte es ihm. Von da an ging es mir und unserer Bekanntschaft besser.

Wiedersehen

Nach ca. 3 Monaten hatte ich den Wunsch Moritz wieder einmal zu sehen. Einerseits waren wir Kollegen, andererseits aber auch persönliche Bekannte. Ich wollte einfach nur mit ihm reden, ein wenig mehr über ihn erfahren. Ganz vorsichtig deutete ich es an. Einige Tage später schlug er ein Treffen vor. Dieser Tag hatte die Kennenlernzahl 2 in der Numerologie, was identisch mit meiner Namenszahl war. Vielleicht hätte ich es vorher erforschen sollen. Unsere gemeinsame Schicksalszahl war 11, die Herzenszahl 7. Auf jeden Fall gute Voraussetzungen sich zu vertragen.

Einerseits war ich mit Freude erfüllt vor und nach dem Treffen, andererseits enttäuscht. Ich wollte doch nur reden über das, was ich an Gemeinsamkeiten zwischen uns entdeckt hatte. Moritz ließ mir gar keine Gelegenheit zu reden. Er plapperte wie aufgezogen, obwohl reden angeblich gar nicht seine Sache war. Es gab Dinge, die er sagte, die mich eher abstießen, als anzogen. Es klang falsch, auswendig gelernt. Was mich zu diesem Zeitpunkt absolut nicht interessierte war ein Ausflug in sein Selbst. Das, was ich wirklich gerne gewusst hätte, erfuhr ich nicht, fand auch keine Gelegenheit danach zu fragen. Diese Art des Treffen war nicht das, was ich gewollt hatte. Ich wollte keinen Flirt, kein Date. Nur eine rein sachliche Begegnung, hatte sein Blog gelesen und gerne dies und das hinterfragt. Von der Sache her war ich eher ein Kopfmensch, kein Herzmensch, trotz Romantik.

Moritz sprach sich auf seinem Blog offen dazu aus, dass er keine Partnerin wollte. Er sei von Frauen enttäuscht. Bei ihm hieß es, er suche niemanden für nichts. Ich auch nicht. Ich wollte einen Menschen, mit dem ich mich gedanklich austauschen konnte, ganz sicher keine Gefühlsduselei. Warum also kam er als Romeo daher? Erwarten das Frauen? Ich jedenfalls nicht. Auch sonst machte er alles perfekt. Am nächsten Tag meldete er sich bei mir, auch am übernächsten. Einige Zeit später gab er mir zu verstehen, dass dieser Tag für ihn mit Abstand einer der Schönsten des Jahres bisher war. Ich wollte und konnte es nicht glauben. Meine Antwort hatte ihn sicher enttäuscht.

Trotz allem verliebte ich mich ein wenig in Moritz, zugegeben. Das alles machte mir Angst. Ich wollte nur eine geistige Freundschaft, nichts mehr. Seine Nähe die nächsten Tage darauf versetzte mich in absolute Panik. Unser Kontakt wurde so eng wie nie vorher. Wir schrieben nicht nur eine Nachricht, mitunter 2 oder 3. Es entstand sogar ein kleines Ritual. Mein Klingelton für ihn wurde Leonard Cohen: Dance me to the end of love. (Quelle: YouTube)

1000 Fragen

dark-ladyEinerseits zog mich Moritz magisch an, andererseits verstand ich ihn nicht, oder er mich nicht. Unsere Beziehung, sofern man das so umschreiben konnte, glich einer Achterbahn. Wir fuhren gemeinsam hoch und wieder runter. Mal waren wir uns nah, dann wieder so fremd wie nie zuvor. Ich verstand nicht, was er von mir wollte, besser wollte es nicht. Ein Mann der sagt, er möchte keine Frauen in seinem Leben, tat alles um mich festzuhalten? Ich entschloss mich, alles dazuzutun, ihn aus meinem persönlichen Leben loszuwerden. Es gelang nicht. Kühlte sich auch einerseits unser Verhältnis ab, war Moritz scheinbar noch nicht dazu bereit mich gehen zu lassen. Eine Zeitlang hatte ich das Gefühl, er hatte jemanden anderes gefunden, doch dies war wohl nur ein kurzer Moment. Kam er mir ein Stück entgegen, wich ich ihm aus. War er nett zu mir, war ich hässlich zu ihm. Im Grunde bewunderte ich Moritz dafür, dass er mich so tapfer ertrug.

Auch das Verhältnis zu Rolf wurde immer schlechter. Wir redeten langsam so gut wie gar nicht mehr privat miteinander. Mal ein paar Zeilen, auch mal ein paar Worte, doch das war es. Er hatte persönliche Probleme. Gerne hätte ich ihm ein wenig zur Seite gestanden. Der Auslöser war, glaube ich, als sich ein Dritter zwischen die beiden drängte. Wieso habe ich nie herausgefunden.

Langsam aber sicher ergriff mich tiefe Tristesse. Der Goth kam durch und überschattete alles.  Ich wurde schwermütig, melancholisch, unleidlich. Suchte Trost in der Dunkelheit, nahm meine Friedhofswege wieder auf und schottete mich von allem ab. Ich wollte zerstören was mir von Moritz noch geblieben war, ihn endgültig aus meinem Leben verbannen. Alles schmerzte und die tausend Fragen gingen nicht aus meinem Kopf.

Moritz fehlte mir. Seine Nähe, seine Schreiberei, sein Lachen, seine Stimme. Das Blog stand still. Den letzten Eintrag hatte er  kurz nach unserem persönlichen Kennenlernen gemacht. Mal suchten wir uns, um dann wieder wochenlang zu schweigen. Ich suchte Wege, um ihn nicht ganz zu verlieren, ich glaube, er spürte es auch.

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Ich, ein Romantik Goth http://www.hettys-online.de/ich-ein-romantik-goth/ Sat, 18 May 2019 07:53:05 +0000 http://www.hettys-online.de/?p=1724 Als die Gruftis in Ost-Deutschland das Licht der Welt erblickten war ich bereits aus der Zeit der Rebellion heraus. Ihre Probleme waren nicht mehr meine. Wie viele andere belächelte ich die neue Jugendkultur. Was mich jedoch mit ihnen verband war die Liebe zu Friedhöfen, zu schwarz, zur Mystik und Morbidität. Ich teilte weder den harten […]

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Als die Gruftis in Ost-Deutschland das Licht der Welt erblickten war ich bereits aus der Zeit der Rebellion heraus. Ihre Probleme waren nicht mehr meine. Wie viele andere belächelte ich die neue Jugendkultur. Was mich jedoch mit ihnen verband war die Liebe zu Friedhöfen, zu schwarz, zur Mystik und Morbidität. Ich teilte weder den harten Musikgeschmack, noch den Hang zu weiß getünchten Gesichtern und Irokesen. Den Drang, um jeden Preis aufzufallen.

Ich liebte schon immer Samt, Spitze, romantische Mode, Leder. Die für mich perfekte Mode für diesen ausgefallenen Geschmack in Geschäften zu finden war wirklich unmöglich. Für schwarze Klamotten gab es zwar ausreichend Trauerausstatter, doch das war mir alles zu langweilig. Berufsbedingt musste ich ohnehin viel Schwarz tragen, meine Begeisterung fand die 0815 Mode nicht. Ich hatte gute Beziehungen zum Modeinstitut und den Schneiderinnen vom Exquisit. Beziehungen schaden immer nur dem, der keine hat. Meine Beziehungen schleppten an Stoffen ran was ging – in schwarz, königsblau, dunkelgrün, lila, dunkelrot. Samt, Leder, Lack, Spitze. Unweit meiner Wohnung war ein Stoffgeschäft, Ausverkauf einer Stoffbude. Die Verkäuferinnen hielten fest, was festzuhalten ging, freilich nicht uneigennützig. Nach und nach entstand meine eigene »Modelinie«, viktorianisch inspiriert. Ende der 80er Jahre in der DDR absolut außergewöhnlich. Wozu hat mir Oma auch sonst das Nähen beigebracht und ihr Nähtretomobil geschenkt.

Samt und Leder

Um eins klarzustellen: Die DDR nähte für den BRD Versandhandel. Was die Versandhäuser dort zeigten war das, was in der DDR auch an Stoffen und Kleidung vorhanden war. Es gab bereits in den 1980er Jahren Geschäfte, die die Rückführungen aus den Versandhäusern verkauften. Ein Geschäft befand sich in Berlin Friedrichshain. Dort wo heute ein großes Shoppingcenter steht. Die Sachen waren teurer als normal, aber billiger als im Exquisit.

Anfang der 90er Jahre ging auf einer Veranstaltung ein Mann an mir vorbei, der mir zuraunte, zu wenig pompös, sonst genial. Ich trug ein schwarzes Kostüm mit einer typischen Jacke der viktorianischen Zeit. Es hatte einen Samtkragen, Samtaufschäge, der hintere Teil des lang gezogenen Schößchens war ebenfalls aus Samt. Der lange Rock ließ gerade mal den Rand der Stiefeletten sichtbar bleiben. Darunter trug ich eine Bluse mit einem Spitzenjabot. Auf dem Kopf ein Hütchen mit Hutspitze. Der nette Mann, unschwer erkennbar, der noch halbwegs normal anzuschauende relativ unbekannte Harald Glöökler.  Glöökler, so fand ich wenig später heraus, war gerade dabei ebenfalls bei unseren Vorfahren seine Inspirationen zu suchen. Zu wenig pompös hieß bei Glöökler zu wenig Glitzer.

Schon von jeher mochte ich auch schwarze Möbel, Polstergarnituren aus Leder, bitte in Art Deko. Dazu passt natürlich nur Samt in Bordeaux.

Eine Freundin schleppte zu einer Feierlichkeit einen Freund mit, der sehr lustig anzuschauen war. Er schien gerade einem Film aus der Victorien Ära entstiegen zu sein, ein bisschen Dandy. Romantik Goth?, fragte er mich, und fühlte sich fortan wie zu Hause bei mir. So hatte das Kind also seinen Namen bekommen.

Künstlerische Seelen

Es ist nicht einfach für Menschen die anders denken, fühlen und handeln Gleichgesinnte zu finden. Romantische Goths sind künstlerische Seelen. Wir konzentrieren uns auf die schönen, dunklen Dinge im Leben. Schwarze Rosen, Friedhöfe, Mondlicht, Raben, all das ist schön.
Wir sind Denker, sehr kreativ und neigen dazu zu träumen. Ideale zu haben. Romantik Goths haben auch einen Hang zum Weltschmerz, negative Erlebnisse festzuhalten und an Dinge zu glauben, die es nicht gibt, wie den Ritter auf dem weißen Pferd. Wir sind leidenschaftliche Menschen, lieben die Verbindung von Romantik und Tristesse. Auf Romantik ist alles im Leben ausgerichtet. Bei dem einen mehr, dem anderen weniger intensiv. So wie wir uns um unsere Mitmenschen kümmern, haben wir auch ein Herz für Tiere.

Romantik Goths sind Meister in der vergessenen Kunst des Schenkens. Was wir machen, machen wir mit Liebe und Aufmerksamkeit. Entwickeln Ideen.

Musik

Während sich TradGoths hauptsächlich mit der Musikszene der 80er Jahre befassen, konzentrieren sich Romantik Goths auf die dunkle, sinnliche und mysteriöse Welt der Gothic, die durch die viktorianische Literatur und düstere Filme geschaffen wurde. Beliebte Motive für die Epoche  der Romantik waren dunkle, mysteriöse und krankhafte Bilder sowie Gefühle von Entsetzen und übernatürlicher Angst, Geister, Dämonen, Vampire. In der Literatur umfasst sie die Jahre von 1795 bis 1848,  steht zwischen Klassik, Sturm und Drang, Empfindsamkeit, Aufklärung und Biedermeier, Vormärz und Realismus.

1890 folgte die Neoromantik, der „literarische Jugendstil“. Er verstand sich als Gegenbewegung zum Naturalismus und der Moderne, knüpfte an die Inhalte der Romantik an. Zur gleichen Zeit existierte der Friedrichshagener Dichterkreis, der dem Naturalismus zuzurechnen ist. Auch August Strindberg war kurze Zeit Mitglied dieser Gruppe. Sie entstand 1890 in Berlin. Der Absinthler Strindberg lebte wohl sein gesamtes Leben in einer zutiefst dunklen Welt. Auch er kann zur Gothic Novel addiert werden.

Viele romantische Goths sind emotionale, kreative und verträumte Typen, sehr zur Melancholie neigend. Schwermut, Tristesse, Trübsal.

Unsere bevorzugten Bands sind eher die der leisen Sounds, solche die „Grübeln“,The Cure, Siouxsie And The Banshees, Love Spirals Downwards, Death In June, All About Eve, Faith and the Muse. Die Sisters of Mercy passen auch gut rein. Und natürlich ein bisschen schwere klassische Musik, besonders Bach oder Wagner. Wobei es den reinen Musikgeschmack ja nie gibt. Ich ganz persönlich mag Orgelmusik, gregorianischen Choral und Kirchengeläut sehr, wie Kirchen überhaupt.

Kunst und Literatur

Romantische Gothics sind beeinflusst von der klassischen Romantik und der New Romantic Bewegung wie Visage – Fade To Grey, der frühen 80er Jahre. Ich persönlich mag absolut Falsett Stimmen. Goth hin oder her, meine Lieblingssänger sind Freedie Mercury, Jimmy Sommerville oder die alten Titel der Gruppe OMD. Ein wenig Gefühl ist bei der Romantik immer dabei und jeder findet andere Typen zum Träumen, ich die soften.

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Goth ist man http://www.hettys-online.de/goth-ist-man/ Sat, 18 May 2019 06:23:31 +0000 http://www.hettys-online.de/?p=1722 Goth kann man nicht werden, Goth muss man sein. Goth ist eine Lebenseinstellung, die tief in einem ist und schon immer war. Ab heute trage ich nur noch schwarze Outfits, weiße Haut und stark schwarzes Make-up, dann bin ich Goth, das funktioniert nicht. Heute bin ich dunkel und morgen ein fideler spießiger Familienmensch, funktioniert auch […]

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dark-ladyGoth kann man nicht werden, Goth muss man sein. Goth ist eine Lebenseinstellung, die tief in einem ist und schon immer war.

Ab heute trage ich nur noch schwarze Outfits, weiße Haut und stark schwarzes Make-up, dann bin ich Goth, das funktioniert nicht. Heute bin ich dunkel und morgen ein fideler spießiger Familienmensch, funktioniert auch nicht.

In erster Linie bedeutet Goth sein anders zu denken und zu fühlen wie der Mainstream vorschreibt. Welcher Gothicrichtung man sich auch zugehörig fühlt, alle haben die gleiche Basis. Den Goth zeichnet nicht der Riesenweltschmerz aus, den viele zum zentralen Thema ihres Daseins machen. Raben, Fledermäuse und andere dunkle Gesellen schön finden. Es ist die weit verbreitete Ablehnung, sich vorschreiben zu lassen wie man denken soll und fühlen muss. Wie man zu leben hat, um erfolgreich zu sein, welche Statussymbole man sich anschaffen muss. Leben wie es zur persönlichen Grundeinstellung passt. Nur weil ich der Meinung bin, ich brauche kein Auto, fahre nur Fahrrad, ich lehne Plastikgeld ab, also sind alle anderen Spießer die das haben, muss man nicht von allen Menschen erwarten, das ebenso zu sehen. Goths sind tolerant.

Wir sind anders

Die Gothic Szene ist, das muss man auch sagen, ein Auffangbecken für Außenseiter in allen Bereichen des Lebens, und verkrachte Existenzen. Ein Großteil der Goths sind Melancholiker. Sie sind durch die Kombination von emotionaler Labilität mit Introversion gekennzeichnet. Neigen zu Schwermut, Trübsinn und Tristesse, aber auch zu Misstrauen und stetiger Kritik. Im positiven Sinn sind sie verlässlich und können viel Selbstbeherrschung haben.
Gerade introvertierte Charaktere, die ihre Aufmerksamkeit und Energie stärker auf ihr Innenleben lenken, betrachten das Leben als sehr unvollkommen. Sie neigen eher zum passiven Beobachten als zum Handeln, werden häufig als still, zurückhaltend und ruhig wahrgenommen. Introvertierte fühlen sich eher energielos und ausgesogen. Sie bevorzugen eine ruhige Umgebung, wie Parks, Wälder, Friedhöfe, was ihnen schnell das Urteil Langweiler einbringt. Sie streben genauso wie alle nach sozialen Kontakten, Freundschaften und Unternehmungen, jedoch dosierter als andere. Meist konzentrieren sie sich auf bereits vertraute Menschen, solange die Gruppe nicht allzu groß wird.

Alle Goths bevorzugen die Dunkelheit, meiden es, im Mittelpunkt zu stehen und denken über die Welt nach, ganz besonders ihre eigene. Jammern über das eigene Schicksal entspricht der melancholischen Grundhaltung. Vieles wirft sie aus der Bahn. Negative Erlebnisse werden doppelt so stark abgespeichert, oft nicht richtig aufgearbeitet. Von jeher sagt man Goths nach, dass sie Todessehnsucht haben, die jedoch ihrer Schwermut entspringt. Im Allgemeinen ist sie nicht zwingend.

Männliche Androgynität

Die Schwarze Szene hat noch eine weitere übergreifende Gemeinsamkeit, sie betrachtet sich weitestgehend als androgyn, maskulin androgyn. Von vielen Beobachtern wird diese maskuline Androgynität oft falsch verstanden. Natürlich fühlen sich Homosexuelle, Intersexuelle, Transvestiten und Zwitterwesen in dieser dunklen Welt aufgehoben. Auch Anhänger der verschiedensten Sexpraktiken haben hier ein zu Hause gefunden. Die Szene fragt nicht, man ist wie und was man ist.

Alle Menschen vereinigen beide Seiten der Geschlechter in sich. Die einen mehr maskulin, die anderen mehr feminin. Es gibt maskuline Lesben und feminine Schwule. Es gibt aber auch heterosexuelle Männer und Frauen, die Cross-Dressing als Ausdruck eines persönlichen Mode-Stils, Protest gegen Geschlechter-Stereotype oder einer nicht zum biologischen Geschlecht passenden Geschlechtsidentität benutzen.

Androgyne Männer werden in der Öffentlichkeit sofort als homosexuell betitelt und angegriffen ohne es zu sein. Bis heute ist es nicht gesellschaftsfähig geworden, dass Männer für sich typisch feminine Beautystilmittel in Anspruch nehmen können. Schminke, lackierte Fingernägel oder Augenbrauen zupfen wird belächelt.
Wenn ich Männer kennenlerne, sehe ich ihnen gerne auf die Hände. Ich mag gepflegte, manikürte Männerhände mit graziösen Bewegungen. Hände können sehr viel Erotik ausstrahlen. Gut, ein Mann sollte letztlich ein Mann bleiben, doch die Pflege des eigenen Körpers steht Männlichkeit nicht im Wege. Man muss den Mut haben, zu sich zu stehen, dann passt auch das Gesamtbild. Sicherlich ist es ein eigentümlicher Anblick, wenn ein Mann in ein Zimmer hineingeht und eine Frau wieder herauskommt. Wir haben unsere festgelegten Geschlechter-Stereotype. Als viel wichtiger und mutiger betrachte ich, dass ein Mensch den Mut hat, zu sich zu stehen, ICH zu sein. Das ist wichtig für die eigene Zufriedenheit.

Im Bereich der Romantik können sich Männer wenigstens teilweise ausleben. Hier sind Rüschenhemden absolut angesagt. Es gehört zur Toleranz der Szene, auch einen Mann Frau sein zu lassen. Und ganz ehrlich, oft haben Männer den besseren Blick dafür, was eine Frau nicht tragen sollte.

Leder, typisch maskulin?

Man sagt, Leder sei eine typisch maskuline Bekleidung. Warum? Zeit meines Lebens liebe ich Leder, egal ob als Bekleidung oder Möbel. Selbst mein armes Kind wurde in Lederklamotten gehüllt. Auch in der DDR gab es jede Art von Klamotten, wer etwas anderes sagt, der lügt. Man musste ein wenig wendig sein, sicherlich, öfter einmal über Stadt- und Ländergrenzen fahren, doch bekommen hat man immer, was man wollte, früher oder später. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, meinen Sohn 1989 komplett in schwarzem Leder einzuschulen mit schwarzen Lackschuhen und einem Samt Pullover. Hat zwar etwas gedauert, doch es hat geklappt. Schon aus diesem Grund habe ich auch die gesamte Grufti Lamentiererei in dieser Hinsicht nie verstanden. Schwarze Klamotten gab es doch wirklich genug. Frauen kauften Männerklamotten und Männer Frauensachen, ohne Knöpfe und mit Reißverschluss ging alles. Da ich bei Damen selten fand was ich suchte, habe ich in der Herrenbekleidung eingekauft. Die Sachen waren ohnehin viel schöner. Das, was man suchte, kam nie gelaufen, man musste es zu finden verstehen.

Es ist nicht in meinem Interesse alle Gothsrichtungen zu erklären, ich bin ein Romantik Goth, und werde mich daher nur auf diese Richtung beschränken.

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Beste Grüße, ich – cogito, ergo sum http://www.hettys-online.de/beste-gruesse-ich-cogito-ergo-sum/ Tue, 14 May 2019 14:49:05 +0000 http://www.hettys-online.de/?p=1700 Eine Kritik an der Kritik Nina George in Live Beste Grüße gibt es nicht Beste Grüße, wie gruselig   Die Grußformel, heißt es, trifft auch eine Aussage über die persönliche Einstellung von dem der schreibt, gegenüber dem, an den er schreibt. Bisher habe ich mir nie wirklich Gedanken über derart weltbewegende Dinge gemacht. Schreibt jemand […]

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Eine Kritik an der Kritik

 

Die Grußformel, heißt es, trifft auch eine Aussage über die persönliche Einstellung von dem der schreibt, gegenüber dem, an den er schreibt. Bisher habe ich mir nie wirklich Gedanken über derart weltbewegende Dinge gemacht. Schreibt jemand »Liebe Grüße« ist das sehr persönlich, ein guter Freund. Meinem Vermieter sende ich vorsichtshalber »Freundliche Grüße«, man möchte es sich ja nicht mit ihm versauen.

Im Geschäftsleben hingegen sendet man sich neuerdings »Beste Grüße«. Ich verstehe das als distanziert verbindlich. Es gab vielleicht Unstimmigkeiten, daher kann man nicht aus reinem Herzen freundlich sein, aber man meint es gut. Über dieses »Beste Grüße« wird momentan schrecklich viel diskutiert. Für mich ist es immer wieder ein Kopfschütteln wert, wie stark sich Menschen über eigentlich unwichtige Dinge echauffieren können.

Da mache ich doch mit, eine Kritik an der Kritik.

Dieses Wort beste, der/ die/ das Beste, ist die unregelmäßige Steigerung von gut. Niemand sagt, das ist der gutste Kuchen den ich je gegessen habe. Man sagt der beste, noch besser geht fast nicht mehr.

Von den besten Grüßen rät Coach und Etikette-Expertin Elisabeth Bonneau jedoch ab: „Die gibt es nicht, weil es ja auch keine guten Grüße gibt.“ Nun, werte Frau Expertin. Warum soll es keine guten Grüße geben? Weil es in ihren Ohren komisch klingt? Man sendet in erster Linie gut gemeinte Grüße, schreibt aber kaum jemand. Wenn es gut [gemeinte] Grüße gibt, gibt es auch beste Grüße. Gut ist das Positiv von beste.

Man achte mal auf Zungenschlag. Ich las auch, dieses beste sei in dem Zusammenhang Quatsch, weil es ja keine Steigerung zu beste mehr gäbe. Es steht schlicht »Beste Grüße«, nicht »die am besten Grüße«.  Am besten, Superlativ, 2. Steigerungsform, wäre in dem Zusammenhang dann das Ende der Fahnenstange, keiner grüßt besser. Steht da aber nicht.

»gut« einmal philosophisch betrachtet

Das Adjektiv „gut“ ist in der Form ›guot‹ im Althochdeutschen schon im 8. Jahrhundert bezeugt. Die ursprüngliche Grundbedeutung war „passend“, „geeignet“. ›Nimm eine gute Menge, nimm ein gutes Gefäß.‹ Daraus wurde dann „tauglich“, „wertvoll“, „hochwertig“. Gute Personen waren „tüchtig“, „geschickt“. In diesem Zusammenhang verwenden wir die Bezeichnung gut noch heute. Hinsichtlich des sozialen Ranges: „angesehen“, „vornehm“. Im ethischen Konsens bedeutete gut schon im Althochdeutschen „rechtschaffen“, „anständig“. Viele Eltern sagen im Brustton der Überzeugung: er ist ein guter Junge, sie ist ein gutes Mädchen und meinen anständig.

In der altgriechischen Sprache diente das Adjektiv ›ἀγαθός agathós‹ zur Bezeichnung von hervorragend, tauglich. Ein im Kampf tüchtiger Krieger war bei Homer agathos, also gut. Sein Kampf hatte eine hohe Qualität. Das Wort ›σπουδαῖος spoudaíos‹ meint tüchtig, vorzüglich, vortrefflich‘. Es wurde im selben Sinne gebraucht. Das Substantiv ›to agathón‹ bedeutete „das Gute“ wie auch „das Gut“.

Ob eine Person gut ist, erkennt man an der Qualität ihres „Schaffens“ = érgon. Wer etwas Nützliches leistet ist gut. Beides ist eng miteinander verbunden. Mit agathos und arete war ursprünglich nur die Vorstellung von Tauglichkeit, Leistungsfähigkeit, Erfolg und Nützlichkeit verbunden, nicht zwingend eine moralische Qualität.
Unter dem Einfluss der Philosophie wurde aus arete »moralische Tugend«, aus agathos »sittlich gut«. Die Nützlichkeit blieb als Nebenbedeutung, Konnotation , erhalten. Das Gute wurde in Zusammenhang mit dem Schönen gestellt. Die Verbindung beider Begriffe in einer Person entsprach dem Ideal. Die körperliche und geistige Vortrefflichkeit.

 

Die großen Denker dachten

Die Sophisten fassten gut als das auf, was allgemein als erstrebenswert galt und demjenigen, der es erlangte, Befriedigung verschaffte. Man dachte an den Erfolg, der sich in Ruhm, Macht und Reichtum zeigte.

In der lateinischen Sprache wurden die Wörter bonus »gut« und bonum »das Gute«, »das Gut« analog zu den griechischen Wörtern »agathos« und »to agathon« verwendet. Auch hier verstand man im allgemeinen Sprachgebrauch Tauglichkeit, Nützlichkeit, Tüchtigkeit. In der Philosophie war das sittlich Gute gemeint. Bei den Römern, so Cicero, verband man das Gute mit dem Ehrenhaften »honestum«.

Platon verstand unter gut das moralisch Gute, grenzte es aber nicht vom Vorteilhaften und der eigenen Glücksmehrung des Handelnden ab. Eine Pflichtethik, die Handlungen unabhängig von ihren Konsequenzen beurteilt, kannte er nicht. Platon betrachtet das Gute als das, was zu einer gelungenen Lebensführung und dem damit verbundenen Gemütszustand führt. Dass jeder Mensch in seinem Leben das Gute verwirklichen will, war für Platon selbstverständlich. Jede Seele strebe das Gute an. Das Gute wird immer begehrt. Das Gute muss vollkommen sein, ohne Mangel, denn sonst ist es nicht vollkommen.

Aristoteles betonte die Vieldeutigkeit des Wortes „gut“. Als gut könne eine Substanz, eine Qualität, eine Quantität, eine Relation, eine Zeit und ein Ort bezeichnet werden.
Er stellte fest, das Gut (oder das Gute) sei das, wonach alles strebt. Das Gute sei bei allem dasjenige, um dessentwillen alles unternommen wird, und sah das Gute rein relational als menschliches Ziel an. Für ihn musste es ein höchstes Gut als Endziel geben. Das höchste Gut wird immer und ausschließlich um seiner selbst willen erstrebt. Die Kenntnis dieses Guten sei für die Lebensführung von entscheidender Bedeutung, wonach das höchste Gut die Glückseligkeit sei. Sie wird dann erreicht, wenn der Mensch die Leistung erbringt, die für ihn aufgrund seiner menschlichen Natur charakteristisch ist. Dies geschieht, wenn er sich gemäß der Vernunft betätigt, und zwar nicht nur zeitweilig, sondern sein Leben lang. Für das Zweitbeste hielt er ein tugendhaftes Leben als Politiker. Auch Freunde waren für ihn dabei erforderlich.

Schopenhauer meinte, der Begriff des Guten sei ohne tieferen Sinn. Er besage nur, dass etwas so ist, wie der Urteilende es will. Einige Denker des 19. Jahrhunderts betrachteten das Gute als Glück »happiness«, Freude oder das Erfreuliche. Sie nannten eine Handlung gut, wenn sie zum eigenen Glück und dem anderer beitrug. William James hingegen bestritt die Existenz eines an sich Guten.

»Alles Böse ist nur das Phänomen der Hemmung des Triebs zum Guten.«

Somit haben wir mal darüber palavert, dass es sehr wohl gute Grüße gibt, gut gemeinte, und damit auch beste.

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Der Eid der Ärzte http://www.hettys-online.de/der-eid-der-aerzte/ Sun, 12 May 2019 01:51:31 +0000 http://www.hettys-online.de/?p=1690 Was ist der Eid des Hippokrates? Sie denken, das ist diese Formel da, auf die jeder Arzt schwört? Nein, das ist ein Fragment aus der tiefsten Historie. Kein Arzt schwört in Deutschland auf den Eid des Hippokrates oder legt das Genfer Gelöbnis ab, das wurde nämlich abgeschafft. Bevor Ärzte heute ihre Approbation bekommen verpflichten sie […]

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Was ist der Eid des Hippokrates?

Sie denken, das ist diese Formel da, auf die jeder Arzt schwört? Nein, das ist ein Fragment aus der tiefsten Historie. Kein Arzt schwört in Deutschland auf den Eid des Hippokrates oder legt das Genfer Gelöbnis ab, das wurde nämlich abgeschafft. Bevor Ärzte heute ihre Approbation bekommen verpflichten sie sich der ärztlichen Ethik, das ist es aber auch.

Die ärztliche Ethik geht u.a. konform mit dem 5. Gebot der Bibel – du Arzt sollst nicht töten, doch nicht genug damit, du Arzt sollst das Leben deiner Patienten retten. Als grundlegende Werte gelten heutzutage das Wohlergehen des Menschen, das Verbot zu schaden („Primum non nocere“) und das Recht auf Selbstbestimmung der Patienten (Prinzip der Autonomie), allgemeiner das Prinzip der Menschenwürde.

Bleiben wir einmal kurz bei dieser Selbstbestimmung des Patienten. Selbstbestimmung, Autonomie, bedeutet: Unabhängigkeit (Souveränität), Selbstverwaltung oder Entscheidungs- bzw. Handlungsfreiheit. Der Patient darf sich als Wesen der Freiheit begreifen und aus dieser Freiheit heraus handeln. Soweit die Theorie. Wie sieht aber die Praxis aus?

Bei fast jedem Arzt hört man: ziehen sie sich aus, dass ich sie untersuchen kann. Wie bitte? Wozu muss man sich bei einem Orthopäden der die Hüfte untersucht ausziehen? Wozu muss dieser Arzt sich die Füße anschauen? Was haben die Hinterpfoten mit der Hüfte zu tun? Was soll ich ausziehen? Na alles, Hose, Strümpfe usw. Falscher Film oder was?

Beim Kardiologen, der ein Langzeitmessgerät für den Blutdruck anlegt. Machen sie sich oben frei. Ja wie frei? Na alles ausziehen. Wozu denn bitte? Ja, na wenn sie das nicht machen, kann ich das Gerät nicht anlegen. Ach nein, warum denn nicht? Und so weiter und so fort.

Wo ist sie nun, die Selbstbestimmung des Patienten? Wenn ich mich nicht entblößen möchte als Patient, dann möchte ich das nicht, das ist meine Selbstbestimmung.

Im Land vor unserer Zeit, genannt DDR, war bei fast allen Untersuchungen bei Ärzten eine Krankenschwester mit im Zimmer. Es gab einen Paravent, hinter dem man sich entkleiden konnte, soweit wie nötig. Dieser Tage hat kein Patient mehr eine Intimsphäre beim Arzt. Er wird beobachtet, ja selbst von Ärztinnen beim Entkleiden angestarrt. Da sich Ärzte, egal welches Geschlecht, nicht mehr wie Ärzte, also Vertrauenspersonen, benehmen, muss auch der Patient kein Vertrauen haben.

Da wird man vom Arzt gezwungen, sofern man sich das gefallen lässt, sich zu entkleiden, der auch noch ungezogen zuguckt, jedoch nicht zufasst, wenn es Schwierigkeiten gibt. Nicht jede ältere Frau ist mehr in der Lage sich den BH hinten zu öffnen. Nein, da greifen die Trampel nicht zu und helfen. Keine Schwester wird herbeigerufen. Im Gegenteil, der Arzt blubbert unwillig, nu beeilen sie sich, ich habe noch mehr Patienten. Aha, die drei die da noch sitzen? Die warten auch noch 10 Minuten. Sitzen ja eh schon lange genug gelangweilt da rum. Diese Paravents findet man in unserer modernen Anstarrgesellschaft zum großen Teil nicht einmal mehr beim Gynäkologen.

Als Patient möchte ich auch beim Arzt eine Handlungsfreiheit, eine Intimsphäre und erwarte Anstand. Die Autonomie des Patienten, da waren wir stehen geblieben, beinhaltet die Forderung der informierten Einwilligung vor jeder diagnostischen und therapeutischen Maßnahme und die Berücksichtigung der Wünsche, Ziele und Wertvorstellungen des Patienten. Vielleicht sollten sich die Ärzte der Neuzeit ganz einfach mal darüber informieren, was diese ärztliche Ethik eigentlich für den Patienten bedeutet. Geht man zum Arzt, erwartet man als Patient nur eine Sache, dass der allwissende Doktor die Ursache der Leiden findet. Durch Fernsehen und eigenes Erleben weiß ich, dass viele Ärzte das nicht tun. Ist es ehrlich soweit in Deutschland, dass die Ärzte ihre angebliche Ethik vergessen und nicht mehr die Würde des Menschen zählt, sondern nur noch der Geldbeutel?

In Berlin geht die Tendenz momentan dahin, dass sich die Ärzte vorwiegend den Privatpatienten widmen, bei denen sie offenbar abrechnen können was sie wollen. Man hört Aussagen wie: Wir haben keine Kassenzulassung und so weiter.  Gesundheit ist eine Ware geworden. Wie vereinbart sich das mit der ärztlichen Ethik? Für mich gar nicht.

 

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